Haarverdichtung

Haarverdichtung
Schon in der Antike galten lange und dichte Haare als Zeichen von Kraft und Stärke. Bis heute ist volles Haar ein Merkmal, das mit Attraktivität und Jugendlichkeit gleichgesetzt wird. Das Ausdünnen von einzelnen Partien oder der sichtbare Haarverlust auf dem gesamten Kopf kann in bestimmten Fällen durch eine Haarverdichtung ausgeglichen werden. Spezialisierte Mediziner bieten eine Begutachtung des Haarausfalls und die kompetente Beratung zur Transplantation von Haaren.

Durchschimmernde Kopfhaut und kahle Stellen auf dem Kopf sind kein ausschließlich männliches Problem. Je nach Auslöser des Haarverlustes können Sie versuchen, mit Medikamenten die Ursachen zu bekämpfen. Wenn das nicht möglich ist und auch kosmetische Maßnahmen, die von Kosmetikinstituten und Friseuren angeboten werden, nicht ausreichend sind, verspricht die Haarverdichtung durch Transplantation von gesunden Haarwurzeln wirkungsvolle Hilfe.

Behandlungsziele

Krankheiten, Stress, Medikamente oder eine genetische Disposition führen zu verschiedenen Formen von Haarausfall. Für die Haarverdichtung sind vor allem Patientinnen und Patienten prädestiniert, die unter erblich bedingtem oder kreisrundem Haarausfall leiden. Andere Ursachen für Haarverluste sind meistens temporär und eine Verpflanzung von Haaren ist nicht notwendig.

Dichte Haare haben außer der sozialen Signalfunktion auch praktische Vorteile, die durch eine Haarverdichtung wiederhergestellt werden können. Der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und eine effiziente Wärmeregulierung sind mit dichten Haaren auch ohne modische Hilfsmittel leichter.

Ablauf & Methoden

Die Ausgangssituation und die Ursache Ihres Haarausfalls bestimmen die Erfolgsaussichten einer Haarverdichtung. Aus diesem Grund sind die gründliche Bestandsaufnahme, die Anamnese und eine darauf basierende Prognose wichtige Schritte bei der Planung einer Haarwurzelverpflanzung.

Sofern die Transplantation von eigenen Haaren aus medizinischer Sicht eine dauerhafte Besserung verspricht, werden gesunde Haarwurzeln einzeln oder als kleine Fläche aus dem Bereich des Hinterkopfes oder des Nackens entnommen. Die Wurzeln werden präpariert, zu Kleinsteinheiten zusammengefasst und anschließend in dafür angelegte Hautkanäle des lichten Bereichs transplantiert. Die Haarverdichtung durch Transplantation von Eigenhaar erfolgt unter regionaler Anästhesie und dauert mehrere Stunden.

Risiken & Komplikationen

Leichte Schmerzen können nach dem Abklingen der Betäubung spürbar sein. Auch das Infektionsrisiko ist nicht komplett auszuschließen. Spezialisten empfehlen, vor einer Haarverdichtung nicht zum Friseur zu gehen, um die Entnahmestellen am Hinterkopf besser mit Haaren verdecken zu können.

Transplantierte Haare fallen nach dem Eingriff normalerweise aus, wachsen jedoch nach rund drei Monaten wieder nach. Der Operationserfolg ist nach ungefähr einem halben Jahr zu beurteilen, wenn die transplantierten Haare sichtbar angewachsen sind.

Nachsorge

Direkt nach der Haarverpflanzung erhalten Sie einen leichten Druckverband, den Sie einige Tage tragen sollten. Darüber hinaus müssen die Entnahme- und Transplantationsstellen nicht besonders behandelt werden. Es wird allerdings geraten, frühestens nach einer Woche und nur mit einem milden Shampoo die Haare zu waschen. Auch Sport und anstrengende Tätigkeiten sind in den ersten Wochen nach der Haarverdichtung nicht ratsam.

Kosten

Die Haarverdichtung ist je nach Größe der zu füllenden lichten Stelle ein kostenintensiver Eingriff. Eine Einheit von ein bis zwei Haarfollikeln kostet je nach Anbieter zwischen drei und acht Euro. Gesamtkosten von deutlich über 10.000 Euro für das Verdichten der Haare sind daher keine Seltenheit.