Chemisches Peeling

Die menschliche Epidermis (Oberhaut) steht in einem andauernden Prozess der Erneuerung. Hierbei werden alte, abgestorbene Hautpartikel in Schuppenform abgestoßen, um den neu gebildeten Zellen Raum zu bieten. Mit zunehmendem Alter lässt dieser physiologische Vorgang nach. Die Haut verliert an Elastizität, die Zellbildung ist verlangsamt und vermindert, Falten entstehen, das Hautbild wird grobporiger, unebener und weist Farbunterschiede auf. Dieses Bild kann sich unter anderem auch bei verschiedenen Erkrankungen oder einer zu intensiven Sonnenbestrahlung zeigen und betrifft vornehmlich das Gesicht, den Hals und das Dekolleté.

Das chemische Peeling nutzt unterschiedliche Substanzen, um dem Alterungsprozess entgegenzuwirken, Hautunreinheiten und –irritationen zu mildern und dem Gesicht ein jugendlicheres, ebenmäßigeres Bild zu geben. Der Vorteil liegt (verglichen mit operativen Maßnahmen) in der relativ einfachen Anwendung und der guten Verträglichkeit. Die dabei am häufigsten genutzten Wirkstoffe sind Fruchtsäuren (AHA) und Trichloressigsäuren (TCA). Der Einsatz erfolgt dem Hautbild angepasst. Fruchtsäuren sind relativ mild in ihrer Wirkung und werden zur oberflächlichen Behandlung angewandt. Trichloressigsäuren dienen ebenfalls der oberflächlichen Anwendung, können durch eine erhöhte Konzentration aber auch in tiefere Hautschichten eindringen. Der Wirkstoff ist aggressiver und kann Schmerzen verursachen. Eher selten zum Einsatz kommen Phenole, die eine Laserstrahl-ähnliche Wirkung besitzen. Sie dienen der Reduktion feiner Fältchen, weisen jedoch viele Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen auf, die bei Verwendung zu beachten sind.

Die Substanzen bewirken eine Art Schälung, wodurch der natürliche Abstoßungsprozess abgestorbener Hautschuppen unterstützt wird. Die Zellneubildung wird angeregt, die Haut speichert vermehrt Feuchtigkeit, wirkt insgesamt glatter und weicher. Die Substanz wird auf die gut vorbereitete Haut (z.B. ein- bis zweiwöchige Behandlung mit einer speziellen Creme, gründliche Reinigung vor der Behandlung) aufgetragen und (abhängig von der gewählten Dosierung) für einen bestimmten Zeitraum (zehn bis 60 Minuten) dort belassen. Nach dem Entfernen ist eine gute Hautpflege wichtig. Hierdurch werden auftretende Rötungen gemildert und der Erneuerungsprozess der Haut unterstützt. Die Ergebnisse der Behandlung sind, je nach verwendetem Wirkstoff, sofort oder nach ein bis zwei Wochen sichtbar.

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