Besenreiser

Kleine, häufig stark verästelte Venen, die dicht unter der Haut sichtbar werden, treten überwiegend an den Beinen auf. Die Besenreiser genannten Vorstufen beziehungsweise Varianten von Krampfadern können gesundheitliche Spätfolgen haben. In den meisten Fällen entstehen aber “nur” negative Effekt auf das Wohlbefinden. Da die Verbesserung der Lebensqualität zu den Kernaufgaben seriöser Schönheitschirurgie zählt, ist die Beseitigung von Besenreisern eine originäre Aufgabe für gut ausgebildete Fachmediziner.

Störende Besenreiser entstehen meistens in Folge von Schwangerschaften oder genetisch bedingten Bindegewebsschwächen. Bei Betroffenen entwickeln sich häufig parallel zu den bläulich-roten Adergeflechten echte Krampfadern. Nicht nur in diesen Fällen ist die gründliche Abklärung der Ursachen von Venenerweiterungen durch den behandelnden Arzt unabdingbar. Beide Phänomene können im Zusammenhang mit schweren Erkrankungen auftreten und zur Verhinderung von weitergehenden gesundheitlichen Schwierigkeiten werden unter anderem bildgebende Verfahren in der Diagnostik eingesetzt.

Behandlungsziele

Besenreiser beeinträchtigen die Optik und können in manchen Fällen das Selbstbewusstsein nachhaltig negativ beeinflussen. Die unschönen Venenverdickungen können entfernt oder unsichtbar gemacht werden, so dass die betroffenen Hautstellen wieder makellos erscheinen. Da häufig die Beine betroffen sind, kann die optische Verbesserung besonders im Sommer, wenn die Mode mehr sichtbare Hautpartien zulässt, zur optimierten Selbstwahrnehmung führen.

Ablauf & Methoden

Nach einer Begutachtung der auffälligen und störenden Besenreiser kann der Fachmediziner genau erklären, welche Behandlungsmöglichkeiten im vorliegenden Fall sinnvoll sind. Grundsätzlich lassen sich zwei Behandlungsformen zur Beseitigung von unschönen Besenreiservarizen unterscheiden.

Die Wärme- oder Lasertherapie bedeutet eine Verödung der erweiterten Gefäße durch gezielte Wärmeeinwirkung, die zu einer Versiegelung der betroffenen Venenabschnitte führt. Der behandelnde Arzt kann verschiedene Laser und andere Wärmequellen für die Therapie wählen. Im Beratungsgespräch können Sie sich die jeweiligen Vor- und Nachteile erklären lassen.

Bei der Sklerotherapie wird ein spezielles Verödungsmittel präzise in die störenden Venenteile injiziert. Hierdurch wird eine kontrollierte Entzündung hervorgerufen, die der Körper in der Folgezeit bekämpft und dabei auch das störende Gewebe umwandelt, so dass es von außen nicht mehr sichtbar ist.

Risiken & Komplikationen

Insbesondere bei der Sklerosierung mit klassischen Verödungsmitteln (Antivarikosa) sind Allergietests im Vorfeld zur Vermeidung von starken allergischen Reaktionen angebracht. Direkt nach der Behandlung ist zudem bei allen Therapien ein gesteigertes Thromboserisiko zu beachten.

Auffällige Verfärbungen und Schmerzen treten bei der Verödung von Besenreisern immer auf. Ernstere Komplikationen sind selten, können allerdings in Form von sichtbarer Narbenbildung auftreten.

Nachsorge

Individuell angepasste Kompressionsstrümpfe, die Sie nach der Therapie erhalten, erleichtern das Abheilen. Regelmäßige leichte Bewegung ist bereits kurz nach der Verödung der Besenreiser möglich und hilft dem Körper bei der Rekonvaleszenz. Auch das Hochlagern der Beine lindert die auftretenden Schmerzen und beschleunigt die Heilung.

Kosten

Im Normalfall werden insbesondere bei der Lasertherapie mehrere Sitzungen fällig, so dass eine Kostenkalkulation für die Entfernung der Besenreiser nur näherungsweise möglich ist. Die Einzelsitzung müssen Sie mit bis zu 150 Euro veranschlagen und die wahrscheinliche Anzahl der Wiederholungsbehandlungen kann Ihnen der ausgewählte Arzt nach einer Entscheidung für eine der möglichen Behandlungsformen nennen.