Blepharoplastik
Donnerstag, 21. Januar 2010
Die Blepharoplastik gilt als eine der häufigsten Operationen der plastischen Chirurgie. Hierbei wird durch verschiedene Schnitttechniken überschüssiges Gewebe ober- und unterhalb des Auges exzidiert. Nahezu 90 Prozent aller Eingriffe werden aus ästhetischen Gründen durchgeführt, bei ungefähr zehn Prozent kommt es durch erschlaffte oder zu stark ausgeprägte Ober- und Unterlider zu Gesichtsfeldeinschränkungen, die durch diese Operation behoben werden können.
Der Eingriff erfolgt unter Lokalanästhesie. Die Schnittführung richtet sich nach den anatomischen Gegebenheiten. Am Oberlid wird ein Mindestabstand zur Augenbraue von ca. fünfzehn Millimeter gewählt. Die Haut wird bogenförmig exzidiert, kleine Fettkissen werden entfernt, um ein glattes Hautbild zu erzeugen. Bei einer Oberliderschlaffung (Ptosis) muss der Levatormuskel gekürzt und neu befestigt werden.
Die Unterlidinzision erfolgt ca. zwei bis drei Millimeter unterhalb des Lidrandes, dabei hervortretende Fettpolster (vor allem am Augeninnenrand) sowie Unebenheiten werden exzidiert, das weitere Fettgewebe bleibt unberührt (es besitzt eine Schutz- und Depotfunktion). Unter Umständen muss auch hier überschüssige Haut entfernt werden. Die Naht erfolgt subkutan mit feinen Fäden, die sich nach erfolgtem Heilungsprozess autolysieren.
Zum Wundverschluss wird in der Regel ein Faden gewählt, der nach fünf bis sieben Tagen vom Arzt gezogen wird. Um größere Hämatome zu vermeiden und das behandelte Auge zu schonen, sollte dieses ausreichend gekühlt und wenig beansprucht werden. Dies beschleunigt den Heilungsprozess, bei dem es zu kaum oder gar nicht sichtbaren Narben kommt.
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