Dermabrasion

Besonders im Gesicht gelten Unreinheiten, Unebenheiten, Hautpigmentstörungen und Narben als kosmetisches Problem, welches unter anderem psychische Störungen verursachen kann. Die Dermabrasion stellt eine Methode der Behandlung solcher Hautveränderungen dar.

Sie wird zudem bei starker Verhornung der Haut, zur Entfernung von Tätowierungen und bei leichten Fältchen um die Mundpartie angewendet. Im Bereich der Augen und der Lider ist die Anwendung nicht möglich, hier ist die Haut zu fein, sie könnte einreißen.

Die Dermabrasion ist eine mechanische Abschleifung der oberen Hautschicht, die in der Regel unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Dabei werden die zu behandelnden Partien vorher markiert (z.B. mit einem speziellen Stift oder injiziertem Farbstoff). Der sich anschließende Prozess der Schleifung erfolgt unter Zug der Haut. Diese muss gespannt sein, um ein ebenmäßiges Ergebnis zu erzielen.

Durch das Schleifen wird die geschädigte oder unreine oberste Hautschicht abgetragen. Dies verursacht Mikroläsionen und Hautreizungen, die über einen längeren Zeitraum nach der Behandlung bestehen bleiben. Der sich bildende Schorf zeigt den einsetzenden Heilungsprozess an. Um die Haut geschmeidig zu halten, erfolgt das regelmäßige, täglich mehrmalige Eincremen der betroffenen Bereiche. Der Schorf fällt nach zehn bis vierzehn Tagen ab und gibt den Blick frei auf ein regelmäßigeres und ebeneres Hautbild, die behandelten Areale sind dabei heller vom Hautton.

Die neu gebildete Haut ist in den ersten Monaten sehr empfindlich und bedarf der intensiven Pflege. Sonnenbäder sind zu meiden, ebenso Rauchen und der Aufenthalt in großer Kälte oder Hitze. Die anfänglichen Rötungen verbleiben für zwei bis drei Monate, nach ca. sechs Monaten ist das Endergebnis sichtbar. Bei ausgeprägten Hautveränderungen kann die Behandlung nach einer ausreichenden Ruhephase erneut durchgeführt werden.

Nebenwirkungen sind eher selten. Ein schlecht verheilender Wundbereich ist unter anderem auf Nichtachtung der Pflegehinweise oder eine die Wundheilung beeinträchtigende Erkrankung (z.B. Diabetes mellitus) zurückzuführen.

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