Genioplastik

Anlagebedingte oder durch Verletzung bzw. Krankheit entstandene Fehlbildungen sowie Anomalien im Bereich des Kinns können den Ausdruck des gesamten Gesichts beeinflussen. Auch ein „fliehendes“ oder stark prominentes Kinn wird in einigen Fällen als Makel betrachtet, der auch die Psyche beeinflusst. Die Genioplastik ist eine operative Methode zur ästhetischen Angleichung des Kinns an die übrigen Proportionen des Gesichts. Dabei werden, je nach vorliegendem Befund, unterschiedliche Verfahren angewendet.

Ein zu klein erscheinendes oder nach hinten verlagertes Kinn kann durch geeignete Implantate (z.B. aus Silikon oder auch autologem Knochenersatz) aufgebaut werden. Im Gegensatz dazu wird ein übermäßig ausgebildetes Kinn durch Verkleinerung des Knochens angeglichen.

Der Zugang erfolgt entweder durch die Mundhöhle oder unterhalb des Kinns in der Hautfalte. Hierdurch werden ausgeheilte Narben kaum oder gar nicht sichtbar. Der Eingriff selbst lässt sich unter lokaler Betäubung ambulant durchführen, bei schwerwiegenden Eingriffen (z.B. tumorös verändertem Knochen) erfolgt die Behandlung stationär, eine Vollnarkose ist angezeigt.

Durch die Operation entstehen Schwellungen und Hämatome (blaue Flecken), die sich langsam durch Resorption im Gewebe verteilen und schließlich verschwinden (nach ca. ein bis zwei Wochen). In den ersten Tagen ist ein Stützverband notwendig. Während der Heilungsphase können auch unterschiedlich stark ausgeprägte Schmerzen auftreten, die durch Schonung (wenig Bewegung der Mund-Kinn-Partie, z.B. durch Aufnahme flüssiger Nahrung) auch ohne Medikation gemildert werden können.

Bei intraoralem Zugang empfiehlt sich eine regelmäßige Mundspülung mit desinfizierender Lösung. Nach ca. vierzehn Tagen ist der primäre Heilungsprozess abgeschlossen, eine intensive Sonnenbestrahlung sowie die Durchführung extremer Sportarten sollten jedoch noch für die kommenden Monate vermieden werden.

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