Hypertrichose

Die Hypertrichose beschreibt eine übermäßige Behaarung des gesamten Körpers oder einzelner Körperpartien, dabei sind die Hand- und Fußinnenflächen immer ausgenommen. Die Hypertrichose zeigt sich geschlechtsunspezifisch, kann genetische Ursachen haben, durch spezielle Medikamente oder Operationen verursacht werden oder erkrankungsbedingt (z.B. Durchblutungs-, Hormonstörungen oder spezielle Tumoren) sein.

Der verstärkt auftretende Haarwuchs hat vor allem psychische Auswirkungen zur Folge und stellt einen ästhetischen Makel dar. Die Haare sind unnatürlich lang, dicht und meist dunkel (somit gut sichtbar). Sind nur einzelne Stellen betroffen, zeigt sich dies vornehmlich im Bereich des Gesichts, des Rückens, der Brust oder am Oberschenkel.

In vielen Fällen erfolgt die Therapie symptomatisch. Eine Enthaarung kann durch Rasur, Epilation (Entfernung des vollständigen Haarschaftes, z.B. mit Wachs) oder Depilation (Teilentfernung des Haarschaftes durch chemische Substanzen) erfolgen. Hierbei wachsen die Haare jedoch unterschiedlich rasch wieder nach. Permanente Methoden nutzen die Photothermolyse (Laserbehandlung), Elektrothermolyse (kurzzeitige, hochfrequente Stromflüsse), Bestrahlung oder operative Entfernung.

Es wird eine Zerstörung des Haarfollikels angestrebt, so dass kein Haarwachstum mehr stattfinden kann. Permanente Haarentfernungen führen kurzfristig zu Hautirritationen, die sich durch geeignete Cremes und Salben rasch lindern lassen.