Intimchirurgie

Vor allem bei Frauen kommt es unter anderem durch Fehlanlagen, Erkrankungen oder übermäßiges Wachstum im Intimbereich zu physischen und psychischen Beschwerden. Hier kann die Intimchirurgie Abhilfe schaffen.

Das breite Spektrum beinhaltete unter anderem Verkleinerungen und Vergrößerungen von Schamlippen, die Beseitigung intravaginaler Verengungen, die Rekonstruktion zerstörter anatomischer Gegebenheiten (unter anderem auch des Hymens) sowie die Wiederherstellung von Klitoris oder Schambereich. Zusätzlich kann durch spezielle Maßnahmen für ein empfindungsstärkeres Sexualleben gesorgt werden (z.B. durch Aufspritzen des G-Punktes mit Eigenfett oder Hyaluronsäure, um diesen zu vergrößern).

Durch Alterungsprozesse, eine Gewebeschwäche oder hormonelle Einflüsse kann es im Bereich der inneren und äußeren Schamlippen zu einer Veränderung der Form kommen. Die übermäßige Vergrößerung kann zu Schmerzen führen oder Infektionen begünstigen. Der ästhetische Faktor spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Sehr kleine Schamlippen bieten keine Schutzfunktion für den Scheidenbereich. Der operative Eingriff kann ambulant unter lokaler Betäubung durchgeführt werden. Dabei wird übermäßiges Gewebe mit Hilfe eines Lasers oder eines Hochfrequenz-Messers entfernt, die Schamlippen werden angeglichen und vernäht. Zu kleine Schamlippen können durch Auffüllung mit autologem Fettgewebe, Collagen oder Hyaluronsäure vergrößert werden.

Im Bereich des Venushügels werden Fettpolster, die durch natürliche Maßnahmen nicht abgebaut werden können, häufig als unansehnlich empfunden, hier kann die Liposuktion Abhilfe schaffen.

Die Rekonstruktion des Hymens (mit autologem Gewebe) dient vor allem Frauen südlicher oder arabischer Nationen. Dort gilt das Jungfernhäutchen als Zeichen der Unberührtheit. Das Hymen ist sehr empfindlich, neben der Defloration kann es eigenständig oder durch Verletzungen reißen oder auch nicht angelegt sein.

Die verschiedenen Eingriffe dauern in der Regel ein bis zwei Stunden und können anschließend zu Schmerzen oder einem Druckgefühl führen, welche aber meist rasch nachlassen. Der Heilungsprozess liegt zwischen drei und acht Wochen, hierbei sollte das Sexualleben ruhen, Sportarten wie z.B. Radfahren oder Reiten sollten gemieden werden. Entstehende Narben sind kaum sichtbar und beeinträchtigen das weitere Leben nicht.

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