Krampfadern

Äußerlich sichtbare Krampfadern gelten als Makel, der die körperliche Perfektion und das Selbstbild stört. Mit verschiedenen Methoden der Verödung oder operativen Entfernung kann das kosmetische Problem beseitigt werden. Vor dem Eingriff wird mit einer Reihe verschiedener Tests ausgeschlossen, dass ernsthafte Venenerkrankungen ursächlich für die Erweiterungen und Verdickungen der Venen sind. Die Erfolgsaussichten von Stripping und Krossektomie sind fast immer langfristig gut.

Krampfadern können erkennbare Anzeichen einer ungesunden Lebensweise sein. Mangelnde Bewegung, starkes Übergewicht und eine unflexibel stehende oder sitzende Tätigkeit begünstigen die Entstehung der unschönen Venenerweiterungen. Darüber hinaus sind jedoch auch genetische Ursachen, Schwangerschaften oder schwere Grunderkrankungen als Auslöser für Krampfadern bekannt. Dem Entfernen der sichtbaren Venenabschnitte geht aus diesem Grund immer eine sehr ausführliche Diagnostik voraus.

Behandlungsziele

Die Ursachen der Krampfadern sind mit einem chirurgischen Eingriff nicht zu beseitigen. Negative Folgen wie schwere Beine, sichtbare Schwellungen oder eine erhöhte Neigung zu Wadenkrämpfen sind nach der Operation allerdings meistens verschwunden. Vor allem jedoch sind die deutlich hervortretenden und meistens dunkel verfärbten Blutgefäße nach der Operation dauerhaft entfernt. Damit entsteht mit chirurgischer Hilfe eine neue Ausgangsposition, die es sinnvoll erscheinen lässt, in der Folgezeit besonderes Augenmerk auf die Prävention durch körperliche Aktivität und eine gesunde Lebensweise zu richten.

Ablauf & Methoden

Da Krampfadern ein Hinweis auf schwerwiegende Venenerkrankungen sein können, müssen Sie zunächst verschiedene Testverfahren durchlaufen, mit denen der Facharzt die Ursachen Ihrer sichtbaren Venenverdickungen diagnostiziert. Nach der genauen Untersuchung wird er Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten vorstellen, wobei Sie bei echten Krampfadern eher als bei Besenreisern mit einem chirurgischen Eingriff rechnen müssen.

Die bekannteste operative Variante der Entfernung von Krampfadern ist das Stripping mit Hilfe flexibler Sonden. Bei dieser Methode werden oberflächlich liegende und sichtbar veränderte Venen vollständig herausgezogen. Zuvor untersucht der Facharzt, ob ein ausreichender Blutfluss gewährleistet bleibt.

Alternativ zum Stripping kann der Arzt bei einer Krossektomie die Krampfadern vom übrigen Venensystem trennen, so dass kein Blutstau mehr entstehen kann. Dieser Eingriff wird in der Regel unter Lokalanästhesie durchgeführt, so dass der Organismus nicht zusätzlich belastet wird.

Risiken & Komplikationen

Die Risiken unbehandelter Krampfadern sind mindestens so beachtenswert wie die vergleichsweise geringen Gefahren, die von der chirurgischen Entfernung ausgehen. Unbehandelt können Venenerweiterungen im Extremfall zu inneren Blutungen, Thrombosen oder Ödemen führen. Die chirurgische Entfernung ist vor allem mit Infektionsrisiken verbunden.

Nachsorge

Zur Nachsorge und gleichzeitig zur Vermeidung einer Rückkehr der Krampfadern kommen mehrere Pflegemaßnahmen in Betracht:

  • individuell angepasste Kompressionsstrümpfe,
  • Kneipp-Anwendungen,
  • durchblutungsfördernde Medikamente und
  • regelmäßige Bewegung

gehören zu den wichtigsten Pflege- und Prophylaxe-Maßnahmen.

Kosten

Die operative Entfernung von Krampfadern kann unter bestimmten Umständen mit einer medizinischen Indikation begründet werden. In diesem Fall übernimmt die Krankenkasse mindestens einen Teil der Kosten. Allerdings müssen Sie beachten, dass nicht alle Stripping-Methoden von den Krankenkassen als Heilverfahren anerkannt werden. Ihr Chirurg informiert Sie individuell und nennt Ihnen die einzelnen Kostenfaktoren und Kostenübernahmemöglichkeiten für Ihren konkreten Fall.