Kreisrunder Haarausfall

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist in den meisten Fällen kein Symptom einer Erkrankung, sollte jedoch immer medizinisch abgeklärt werden. Er stellt für die Betroffenen häufig ein ästhetisches oder psychisches Problem dar, vor allem für Frauen. Bei Männern kommt es vermehrt im Bereich des hinteren oberen Schädels zum Haarausfall, dies wird meist mit dem normalen Prozess der Glatzenbildung in Verbindung gebracht.

Ursachen können neben dem physiologischen Alterungsprozess unter anderem Pilzinfektionen, Autoimmunprozesse, Hornhautvernarbungen, Entzündungen von Kopfhaut oder Haarwurzel, Bakterienbefall sowie Schuppenflechte oder psychischer und physischer Stress sein. Kreisrunder Haarausfall kann daneben auch mehrere Stellen gleichzeitig, den männlichen Bartwuchs oder die allgemeine Körperbehaarung betreffen.

Meist handelt es sich um einen Zufallsbefund. Durch genauere Betrachtung oder Blick in den Spiegel fallen kleine kahle Stellen auf, die über einen Prozess von mehreren Monaten größer werden, bis sie ihr endgültiges Ausmaß erreicht haben. Bei der echten Alopecia areata werden diese Areale kaum größer als vier bis fünf Zentimeter.

In vielen Fällen bedarf es keiner Behandlung, hier zeigt sich nach einem unterschiedlich langen Prozess eine Rückbildung mit neu wachsenden Haaren. Liegt ein auslösender Defekt vor, können z.B. antibiotische oder entzündungshemmende Präparate (unter anderem Kortison) zur Anwendung kommen. Der Heilungsprozess liegt ungefähr zwischen vier und sechs Monaten und führt zu einem völlig normalen Erscheinungsbild. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einem erneuten Auftreten von kreisrundem Haarausfall.

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