Kunsthaarimplantation

Kopfhaare gelten vor allem bei Frauen als Zeichen eines gepflegten Aussehens. Durch genetische Veranlagung, verschiedene Erkrankungen, Unfälle, Bestrahlung oder auch Alterserscheinungen kann dieses Bild gestört sein.

Hierbei zeigen sich z.B. dünnes oder leicht brechendes Haar, kahle Stellen am Kopf sowie ein vermehrter Haarausfall. Diese Störungen verursachen vor allem psychische Probleme für die Betroffenen.

Abhilfe kann in vielen Fällen die Kunsthaarimplantation schaffen. Sie gilt als Alternative zur Verpflanzung von autologem Haar, wird jedoch in Deutschland kaum mehr angewandt und ist in den USA nicht mehr erlaubt. Bei der Kunsthaarimplantation wird synthetisch hergestelltes Haar, welches der Farbe und der Struktur (z.B. wellig, gelockt, glatt, fein, dick) des echten Haares angepasst wird.

Bei dem Verfahren werden die einzelnen, hauchdünnen Strähnen mit einer speziellen Nadel in die Kopfhaut gestochen und durch einen kleinen Knoten (Wurzel-Schlaufe) verankert.

In Deutschland haben Studien gezeigt, dass Kunsthaar wesentlich anfälliger ist als Echthaar. Das Haar reagiert auf starkes Frottieren oder festes Kämmen. So kommt es nach bereits einem Jahr in über 10 Prozent der Implantationen zu Haarbrüchen, viele Haare fallen schon kurz nach dem Eingriff wieder aus.

Die Kopfhaut reagiert vermehrt mit allergischen Reaktionen, hier entwickeln sich Entzündungen, Pusteln oder Abszesse, zum Teil reagiert die Kopfhaut auch mit Abstoßungsreaktionen und vernarbt. In einigen Fällen ist nicht mehr ausreichend Eigenhaar für eine Echthaartransplantation vorhanden. Hier kann anstelle der Kunsthaarimplantation eher das Einweben von nicht autologem Haar (Hair-Weaving) als Alternative betrachtet werden.

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