Poimplantate

Poimplantate dienen der Formung des Gesäßes. Vor allem ein hängender oder zu klein geratener Po können hierdurch den übrigen Körperproportionen angeglichen werden. Auch wenn sportliche Aktivitäten nicht den gewünschten Erfolg im Gesäßbereich bringen, kann ein Implantat helfen.

Je nach gewünschter Form stehen unterschiedliche Implantate in verschiedenen Größen zur Verfügung. Dabei kann der Po mehr aufgepolstert, gerundet oder oval geformt werden. Die seitliche Gesäßfläche gleicht sich der Proportion an. Zum Einsatz kommen in den meisten Fällen Silikonimplantate, die eine Haltbarkeit von 10 bis 15 Jahren aufweisen und sich durch ihre hohe Flexibilität und Zähigkeit auszeichnen.

Die Eröffnung des Gesäßes erfolgt am Steißbein, zwischen beiden Pohälften. Das Fettgewebe wird angehoben, der Gesäßmuskel inzidiert. Hier wird eine Tasche geformt, in die das Implantat eingelegt wird. Dieses liegt nun im oberen, leicht nach außen weisenden Gesäßbereich, wodurch die Sitzfläche unverändert bleibt. Der schichtweise Wundverschluss erfolgt mit einem auflösenden Faden. Eine eingelegte Drainage (für ein bis zwei Tage) dient der Ableitung von Wundsekreten, die sich durch die Manipulation des Gewebes bilden.

Der Verband hat einen stützenden Charakter, er bringt die Gesäßhälften in die später erwartete Form. Durch den Eingriff entwickeln sich Schwellungen, Rötungen, Hämatome und Schmerzen, die rasch nachlassen. Blaue Flecken verteilen sich langsam im Gewebe, Rötungen klingen schnell ab, Schwellungen können für mehrere Wochen bestehen, weshalb das Endergebnis auch erst nach einigen Monaten beurteilbar ist. Bis dahin sollten Stützunterhosen getragen werden.