Studie belegt erstmals Zusammenhang zwischen hormonbedingten Stoffwechselstörungen beim Mann mit früherem Tod

Donnerstag, 15. April 2010

Schon seit längerem Diskutiert die Medizin und Wissenschaft über einen Zusammenhang zwischen dem männlichen Sexualhormon Testosteron und der Sterblichkeit von Männern. Nunmehr ist es erstmals einem Expertenteam des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald gelungen, einen entsprechenden Zusammenhang experimentell sowie mit einer entsprechenden Studie zu belegen.

Nach deren eindeutigen Ergebnissen weisen insbesondere solche Männer eine vergleichsweise höhere Sterblichkeit aufgrund von Herz- und Kreislauferkrankungen auf, die über eine niedrige Testosteronkonzentration verfügen. Ursache des früheren Todes sind demnach hormonbedingte Stoffwechselstörungen. Für die bahnbrechende Studie wurden über 2 000 Männer im Hinblick auf ihre hormonelle Situation getestet.

Dabei wurde auch erstmals ein innovatives Verfahren genutzt, bei dem mittels einer so genannten NMR-Spektroskopie der gesamte Stoffwechsel der Testperson analysiert werden kann. Die Studie stützt die hohe Bedeutung der hormonellen Situation in der Medizin. So lassen sich zahlreiche physische und psychische Vorgänge auf die hormonelle Konzentration im Körper zurückführen. Besonders häufig sind Übergewicht und die daraus resultieren Krankheiten.

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