Olivenöl der Spitzenklasse häufig nur mittelmäßig

Freitag, 16. April 2010

Olivenöl erfreut sich zurecht eines sehr guten Rufs. Es trägt mit einen ungesättigten Fettsäuren nicht nur zur Gesundheit bei, auch die feine Küche profitiert vom Einsatz hochwertigen Öls.

Dabei ist insbesondere “nativ” gewonnenes, also kaltgepresstes, Olivenöl beliebt. Indes ergibt ein aktueller Test der Stiftung Warentest, dass nur wenige nativ gewonnene Olivenöle tatsächlich die Bezeichnung “Spitzenklasse” verdienen. So bewertet die Stiftung Warentest von insgesamt 28 getesteten Olivenölen nur vier Öle mit der Note “gut.”

Sechs Öle fielen sogar mit der Bewertung “mangelhaft” glatt durch. Die übrigen getesteten Öle erwiesen sich nur als mittelmäßig. Nach den Warentestern scheiterten die meisten Öle dabei vor allem aufgrund von Geruchs- oder Geschmacksfehlern.

So schmeckten fast alle Öle ranzig, einige sogar stark fehlerhaft. Dies lässt sich vor allem auf Fehler im Gewinnungsprozess zurückführen, etwa wenn bereits beschädigte Oliven verarbeitet werden oder das Öl während des Produktionsprozesses mit Sauerstoff in Berührung kommt. Testsieger war nach diesen Kriterien das biologisch in Italien gewonnene Olivenöl der Marke LaSelva, das allerdings mit 20 Euro pro Liter recht teuer daherkommt.

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