Service und Leistung von Krankenkassen ausschlaggebend für die Wahl

Donnerstag, 29. April 2010

Die Reglementierung der Kassenbeiträge durch den Staat führt bei vielen gesetzlichen Krankenkassen (GKV) mittlerweile zu einem Kampf um Mitglieder auf verschobener Ebene. War früher ein niedriger Beitrag für viele Mitglieder der Hauptgrund, sich für eine Krankenkasse zu entscheiden, hat sich dieses nun auf den Bereich Service und Leistung übertragen. Die seit Jahresbeginn eingeführten Zusatzkosten spielen für die Wahl einer neuen Krankenkasse eine eher untergeordnete Rolle.

Das Bundesversicherungsamt fungiert als Aufsichtsbehörde. Es untersucht die angebotenen Zusatzleistungen der einzelnen Kassen und streicht diese bei Verdacht des unlauteren Wettbewerbs. So kann der Kunde sicher sein, dass er bei Wechsel seiner gesetzlichen Krankenkasse nicht auf Angebote hereinfällt, die nur dem Kundenfang dienen.

Seit Beginn des neuen Jahres haben ca. 400.000 Kunden ihre Krankenkasse gewechselt, dies entspricht ungefähr einem Prozent aller gesetzlich krankenversicherten Menschen in Deutschland. Eine von der BKK24 in Auftrag gegebene Befragung konnte die Beweggründe für den Weggang von der alten Kasse aufzeigen. Dabei spielt der Verzicht von Zusatzabgaben für bestimmte Leistungen eine eher untergeordnete Rolle (ca. ein Drittel der Befragten). Mit ein Grund war die Tatsache, dass der bei Wechsel zugesicherte Verzicht von einigen Kassen im Laufe des Jahres nicht eingehalten wurde.

Für 55 Prozent der Befragten waren die angebotenen Zusatzleistungen wie z.B. Präventionsmaßnahmen, Anerkennung homöopathischer Behandlungsstrategien und Bonusprogramme ausschlaggebend für den Wechsel. Und auch eine kompetente Beratung sowie die Erreichbarkeit durch Filialen oder Mitarbeiter in unmittelbarer Wohnortnähe flossen in die Entscheidung zum Wechsel mit ein (ca. zehn Prozent).

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