Zunehmender Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen

Freitag, 30. April 2010

Eine von der Techniker Krankenkasse beim Meinungsforschungsinstitut FORSA in Auftrag gegebene Studie zum Thema Kinder und Bewegung zeigt eine deutlich zunehmende Lethargie der sechs- bis 18-Jährigen auf. Grundlage der Umfrage war das vom Robert-Koch-Institut veröffentlichte Ergebnis des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KIGGS), bei dem auf das zunehmende Übergewicht hingewiesen wurde.

An der Umfrage beteiligten sich 1000 Eltern mit Kindern im erwähnten Altersbereich. Hierbei wurde deutlich, dass sich nur jedes zehnte Kind täglich mehr als zwei Stunden körperlich betätigt. Jeder Fünfte bewegt sich zwischen einer und zwei Stunden außerhalb des Schulalltags und zwei von drei Kindern sind nur ca. eine Stunde aktiv.
Statt sich in der Freizeit an die frische Luft zu begeben oder sportlichen Aktivitäten nachzugehen, verbringen die sechs- bis 18-Jährigen bis zu fünf Stunden vor dem Fernseher, dem Computer oder vor Spielkonsolen.

Dieses Ergebnis deckt sich mit der KIGGS-Studie, die das Gewicht der drei- bis 17-Jährigen in Deutschland untersucht und ausgewertet hat. Nahezu 15 Prozent dieser Kinder leiden an Übergewicht, zum Teil mit daraus resultierenden Folgeerscheinungen wie Hypertonie, Fettstoffwechsel- oder Hormonstörungen sowie Schäden an Gelenken. Erkrankungen, die man normalerweise erst im höheren Alter erwartet.

Die zunehmende Stubenhocker-Mentalität kann nur mithilfe der Eltern aufgehalten werden. Diese sollten ihre Kinder unterstützen, Unternehmungen fördern. Wichtig bei allen Maßnahmen ist, dass das Kind den Spaß an der Aktivität nicht verliert und keinen Zwang empfindet. Durch einen Sportverein oder gemeinsame Ausflüge z.B. mit dem Rad kann das lethargische Verhalten unter Umständen gewndelt werden. Tägliches Fernsehen oder Spielen an der Konsole werden so reduziert. Daneben führt auch eine regelmäßige und gesunde Ernährung zu mehr Vitalität und hilft, überschüssige Kalorien zu vermeiden.

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