Organspende kann Leben retten

Dienstag, 4. Mai 2010

Weltweit leben Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen in der Hoffnung, durch ein geeignetes Spenderorgan ihre Lebenserwartung zu verlängern und wieder aktiv am Leben teilnehmen zu können. Sie sind eingeschrieben in sogenannten Wartelisten, die von verschiedenen Organisationen, in Deutschland z.B. Eurotransplant, betreut werden.

Am Beispiel der Lebendspende von Nieren lässt sich aufzeigen, dass noch immer nicht ausreichend Organe zur Verfügung stehen. Jährlich sterben in Deutschland fast 19.000 Menschen an den Folgen schwerer Nierenerkrankungen, mehr als 90.000 Menschen sind auf die Hämodialyse angewiesen, ein mehrmals pro Woche notwendiges Verfahren zur Reinigung des Blutes, um den Körper von den angesammelten Giftstoffen zu befreien, die die erkrankte Niere nicht mehr filtern und ausscheiden kann.

Durch eine Spenderniere kann dieses Verfahren umgangen werden, dem Erkrankten wird wieder ein fast normales Leben ermöglicht. Hierfür ist es notwendig, die Aufklärung unter der Bevölkerung zu verbessern und so die Akzeptanz zu erhöhen. Die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen das Verfahren der Lebendspende zunehmend und bieten Informationen in Form von Veranstaltungen, Broschüren und Internetkampagnen an.

Die Entscheidung bleibt jedem Bürger selbst überlassen, es sollen nur das Verständnis und das Bewusstsein gefördert werden. Der ausgefüllte Organspendeausweis, der bei den jeweiligen Krankenkassen, bei Ärzten, Krankenhäusern, im Internet oder auch bei Eurotransplant erhältlich ist, symbolisiert die Zustimmung zur Spende, die jederzeit auch revidierbar ist.

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