Wie gesund sind Salat, Gemüse und Obst vom Markt?

Dienstag, 18. Mai 2010

Dieser Frage ist nun das Magazin ÖKO-TEST nachgegangen und hat dabei 60 verschiedene Proben von vier großen Wochenmärkten in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt untersucht. Auslöser dieser Studie waren die besorgniserregenden Pestizid- und Schadstofffunde bei Überprüfungen der verschiedenen Supermarkt-Ketten vor einiger Zeit.

Das Testergebnis der aktuellen Analyse zeigt im Vergleich keine eklatanten Unterschiede. Mehr als drei Viertel der im Labor auf über 500 Pestizide und Schadstoffe untersuchten Obstsorten erhielten eine gute bis sehr gute Beurteilung.

Bei den Salaten stachen vor allem der Rucola sowie der Kopfsalat durch hohe Nitratwerte, die durch Reaktionen im Verdauungsprozess des menschlichen Organismus zu krebserregendem Nitrosamin umgewandelt werden können, hervor. Auch im Bereich der Pestizide wurden die Tester fündig. Die gesetzlich vorgeschriebene Höchstmenge wurde aber nur bei einer Probe überschritten.

Als Problematisch sieht das Magazin neben den Einzelfunden den Nachweis mehrerer Stoffe gleichzeitig an. Über die Schädlichkeit oder Toxizität solcher Mischungen liegen aktuell noch keine Erkenntnisse vor, jedoch über die Wirkung der einzelnen Elemente. So fanden sich in über 20 Prozent des Testmaterials Kombinationen aus Schadstoffen und Pestiziden mit mehr als fünf verschiedenen Substanzen.

Die Analyse der roten Paprika dagegen konnte positiv überzeugen. Kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Warnungen in Bezug auf die Schadstoffbelastung, konnte nun ein deutlicher Rückgang verzeichnet werden, der unter anderem auch auf den zunehmenden Gebrauch biologischer Schädlingsbekämpfungsmittel zurückzuführen ist.

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