Zeckenbiss mit Folgen für die Gesundheit

Freitag, 21. Mai 2010

Zecken sind kleine Spinnentiere, die sich vom Blut ihres Wirts ernähren. Sie lieben hohe Gräser oder dichtes Buschwerk sowie warme Temperaturen, weshalb sie vor allem in den Frühlings- und Sommermonaten für Menschen und Tiere unangenehm in Erscheinung treten.

Neben der durch einen Zeckenbiss übertragenen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), die durch Viren übertragen wird und zu einer lebensbedrohlichen Gehirnhautentzündung führen kann, zählt auch die Borreliose zu den übertragbaren Krankheiten. Im Gegensatz zur FSME besteht für die durch Borrelien (Bakterienart) ausgelöste Erkrankung keine Schutzimpfung.

In Deutschland kommt es jährlich zu etwa 240.000 Neuerkrankungen. Dabei stuft man ca. jeden dreißigsten Zeckenbiss als infektiös ein. Das sich im Speichel der Zecke befindliche Bakterium gerät durch den Biss in die Blutbahn des Betroffenen. Dieses löst nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen bis Wochen grippeähnliche Symptome aus, die gut sichtbare und gerötete Eintrittsstelle auf der Haut weist eine scharfe Begrenzung auf.

Im Verlauf breitet sich das Bakterium weiter aus und befällt dabei Nervenzellen sowie das Herz und verursacht Reizleitungsstörungen, Taubheitsgefühle und Herzrhythmusstörungen. In ausgeprägten Fällen sind auch einzelne Gelenke sowie die Haut selbst betroffen. Es kommt zu sichtbaren Anzeichen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen.

Bei gut ausgeprägter Immunabwehr kann sich die Erkrankung zu jedem Zeitpunkt eigenständig zurückbilden. Daneben kann die Symptomatik aber auch Beschwerden hervorrufen, die einer akuten Therapie, unter anderem mit einem geeigneten Antibiotikum, bedürfen.

Um Zeckenbisse zu verhindern ist es ratsam, hohes Gras oder Felder nur mit ausreichender Kleidung zu betreten. Hierzu zählen lange Hosen und festes Schuhwerk. Daneben sollte nach einem Spaziergang die Haut intensiv inspiziert werden. Zum Teil macht sich ein Zeckenbiss erst bemerkbar, wenn der Zeckenkörper vollständig mit Blut gefüllt ist. Bei der Entfernung einer Zecke mithilfe einer Pinzette oder einer Zeckenschere muss darauf geachtet werden, dass die Zecke vollständig aus der Haut gezogen wird, nur so lassen sich Infektionen und Übertragungen von Viren oder Bakterien vermeiden.

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