Die Deutschen sind Sportmuffel

Montag, 31. Mai 2010

In einer von der Techniker Krankenkasse (TK) in Auftrag gegebenen Befragung zum Thema Sport und Bewegung in Deutschland konnte die Forsa deutlich aufzeigen, dass immer weniger Menschen ihre Freizeit gesund und ausgewogen gestalten.

44 Prozent der Befragten gaben zu, sich kaum oder gar nicht sportlich zu betätigen und freie Zeit lieber vor dem Computer oder dem Fernseher zu verbringen. Die Ablehnung von Fitness und Sport sei dabei meist schon in der Kindheit begründet. Wer hier bereits auf Bewegung verzichtet, wird dies auch im Erwachsenenalter beibehalten.

Die zunehmende Trägheit der Deutschen hat fatale Folgen für die Gesundheit. Bereits im Kindesalter kommt es zu Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen und Gelenkbeschwerden. Auch eine Zunahme des Gewichts ist zu beobachten. Nahezu 70 Prozent aller Schulkinder bewegen sich kaum mehr als eine Stunde täglich aktiv.

Der Weg zur Schule wird per Bus oder Bahn getätigt, nur noch jedes zweite Kind nutzt das Fahrrad oder läuft den Weg. Kinder, die vermehrt Fernsehen oder am Computer sitzen, entwickeln einen eingeschränkten Sprachschatz, sind häufiger unkonzentriert und weisen bereits in jungen Jahren Gangunsicherheiten sowie Schmerzen in der Muskulatur auf.

Diese Beschwerden verstärken sich mit zunehmendem Alter und können in Zusammenhang mit Fehlzeiten auf der Arbeit gebracht werden. So ist mittlerweile jede zehnte Krankschreibung in Deutschland begründet mit Rückenschmerzen, einer Volkskrankheit, die sich durch sportliche Aktivität und Stärkung der Muskulatur in vielen Fällen vermeiden lässt.

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