Alkoholfreies Weizenbier: Der perfekte Durstlöscher?

Mittwoch, 23. Juni 2010

Man findet es auf jeder Getränkekarte, und es darf auf keiner Feier fehlen – die Rede ist von alkoholfreiem Bier. Gerade Hefeweizen ohne Alkohol ist in Deutschland sehr beliebt, denn es gilt als kalorienarmer Durstlöscher. Aber ist es tatsächlich so gesund, wie uns die einschlägige Werbung gerne erzählt?

Stiftung Warentest hat 20 alkoholfreie Weißbiere getestet. Das Ergebnis – die meisten Marken wurden mit „gut“ und „befriedigend“ bewertet. Die Note „mangelhaft“ erhielten die Sorten „Graf Arco Weiße Alkoholfrei“ und „Schönbuch Hefeweizen Alkoholfrei“.

Bei sechs Marken wurden im direkten Vergleich zwischen Weizenbier mit und ohne Alkohol große Unterschiede festgestellt. Abzüge in der Bewertung der Kennzeichnung gab es, wenn die Hersteller dies in ihrer Werbung anders darstellten. Der schwächer ausgeprägte Geschmack entsteht durch die Entalkoholisierung oder den Gärungsstopp.

Freunde des säuerlichen Weizenbiers sind mit „Schneider Weisse“ und „Tucher“ gut bedient, Liebhaber des süßen Geschmacks kommen bei „Erdinger“ voll auf ihre Kosten. Unter den „guten“ Bieren ist das „Original Oettiner“ mit 35 Cent pro Flasche das günstigste. Für etwa 1,09 Euro gibt es mit dem „Neumarker Lammsbräu“ auch ein „gutes“ Bio-Weizen.

Als Durstlöscher sind alkoholfreie Biere durchaus zu empfehlen, nicht aber als Sportlergetränk. Selbst wenn es auf den Etiketten steht, sind nicht alle isotonisch. Im „Hefe Weizen Alkoholfrei“ von Will-Bräu ist die Konzentration der gelösten Teilchen für die Bezeichnung „isotonisch“ zu gering. Alle getesteten Biere haben für Ausdauersportler außerdem zu wenig Natrium und zu viel Kalium. Problematisch ist offensichtlich die korrekte Deklaration auf den Etiketten. Aus diesem Grund gab es Punktabzüge wegen fehlerhafter Nährwertangaben.

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