Heuschnupfen und Kontaktlinsen – Eine ungünstige Kombination

Samstag, 21. Oktober 2017

Sommerzeit ist Heuschnupfenzeit. Rund zehn Millionen Allergiker gibt es in Deutschland, die regelmäßig unter juckenden und tränenden Augen oder geröteten Bindehäuten leiden. Ist man als Pollenallergiker Brillenträger und trägt ersatzweise Kontaktlinsen, sind zusätzliche Probleme vorprogrammiert. Denn Heuschnupfen und Kontaktlinsen vertragen sich nicht. Die Folge – noch mehr tränende und juckende Augen!

Bei Kontaktlinsen besteht die Gefahr, dass sie die gereizten Augen bei Heuschnupfen weiter strapazieren. Damit erhöht sich auch die Gefahr einer Bindehautentzündung. Allergiker sollen deshalb genau darauf achten, ob sich die Beschwerden nach dem Einsetzen der Kontaktlinsen verstärken. Möchte man trotzdem nicht auf die Linsen verzichten, gilt es, diese in der Heuschnupfenzeit besonders sorgfältig zu pflegen. Außerdem sollte man vermeiden, die Augen zu reiben, denn das kann die Bindehaut zusätzlich reizen.

Bei weichen Kontaktlinsen sind Linsen mit hohem Wassergehalt angenehmer zu tragen. Eine gute Alternative sind auch Tageslinsen, die nach einem Tag entsorgt werden und damit das Auge nicht verunreinigen können.

Wenn man antiallergische Augentropfen benutzt, müssen diese mit den Kontaktlinsen verträglich sein. Manche Augentropfen enthalten Konservierungsstoffe, die weiche Linsen und auch die Augenoberfläche schädigen können. Der Augenarzt kann Auskunft darüber geben, welche Augentropfen sich mit den Kontaktlinsen vertragen. In jedem Fall sollte man die Linsen erst 15 bis 30 Minuten nach dem Tropfen der Augentropfen wieder einsetzen.

Wenn all das nicht mehr hilft, dann gibt es meist nur noch einen Ausweg – in der Heuschnupfenzeit auf eine modische Brille auszuweichen!

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