Zeckengefahr dieses Jahr noch höher

Mittwoch, 4. August 2010

Die Zecken sind auf dem Vormarsch und stechen dieses Jahr weitaus häufiger zu als in den vergangenen Jahren. Über ein Drittel mehr Borreliose-Erkrankungen sind im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr aufgetreten und von den Kinderärzten behandelt worden. Durch den Biss einer Zecke können lebensgefährliche Krankheiten wie Borreliose und die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen werden.

Auch eine eher selten und unbekannte, dennoch aber schwere Erkrankung kann von den Zecken mit ihrem Biss übertragen werden: Das Rückfallfieber, das mehrmalige Fieberschübe verursacht. Der BFBD (Borreliose und FSME Bund Deutschland) appelliert nun besonders an Eltern und Mitarbeiter der Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen, die Kinder nach einem Aufenthalt im Freien nach Zecken abzusuchen.

Die Zecken können sich sowohl in der Wiese im Kindergarten als auch im eigenen Garten, im Wald oder auf dem Spielplatz befinden. Bis zu drei Tage überleben die Zecken auf der Kleidung des Menschen, wenn sie sich noch nicht festgebissen haben. Dies bedeutet: Befindet sich eine lebende Zecke auf dem T-Shirt eines Kindes, so kann sie auch noch zustechen, wenn das T-Shirt zwei Tage später erneut angezogen wird.

Zecken sind derart widerstandsfähig, dass Ihnen auch die Waschmaschine oder das Gefrierfach nichts anhaben kann. Sogar hier überleben sie. Einzig der Wäschetrockner ist zu heiß für die Zecken. Der BFBD sensibilisiert daher anhand eines Vorleseheftes, das zusammen mit einem Poster verteilt wird, besonders die Kinder für dieses Thema und erläutert, weshalb es so wichtig ist, den Körper nach Zecken abzusuchen. Das Heft kann zudem auch unter kinder@borreliose-bund.de gebührenfrei angefordert werden.

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