Schwitzen kann auch das Symptom einer Krankheit sein

Freitag, 13. August 2010

Schwitzen ist wichtig für den menschlichen Körper, um die Körpertemperatur immer konstant zu halten. Es kann jedoch auch zur Qual für den Menschen werden, wenn dieses Schwitzen krankhaft ist.

Gesunde Menschen schwitzen, wenn es im Sommer warm ist, wenn sie Sport treiben oder sich körperlich anstrengen. Beim Schwitzen bilden sich dabei kleine Schweißflecken auf den Kleidungsstücken. Frischer Schweiß riecht jedoch nicht unangenehm und kann vom Geruch eines Deodorants gut überdeckt werden.

Patienten, die unter der so genannten Hyperhidrose, dem krankhaften und vermehrten Schwitzen, leiden, können in den meisten Fällen keinen Grund für ihr Schwitzen finden. Sie schwitzen unabhängig vom Wetter oder körperlicher Betätigung derart stark, dass die Kleidungsstücke sowie Gesicht, Hände und/oder Füße auffällig nassgeschwitzt sind und dies auch für andere Menschen sichtbar ist. Dadurch leiden die Betroffenen auch psychisch unter ihrer Erkrankung und ziehen sich von ihrer Umwelt zurück. Auch die Benutzung eines Deodorants ist bei diesen Patienten fast wirkungslos. Das krankhafte Schwitzen tritt bei diesen Personen ohne erkennbaren Auslöser auf und betrifft sowohl junge als auch ältere Menschen.

Erkennen Sie sich bei dieser Beschreibung wieder, so sollten Sie einen Dermatologen (Hautarzt) aufsuchen. Dieser Facharzt kann abklären, ob es sich noch um normales oder bereits um krankhaftes Schwitzen handelt. Krankhaftes Schwitzen liegt meist dann vor, wenn die Schweißausbrüche mindestens einmal wöchentlich ohne Grund auftreten. In den meisten Fällen kann die Hyperhidrose gut behandelt werden. Die Patienten erhalten Medikamente (teilweise helfen auch Naturheilmittel) vom Arzt verschrieben und/oder werden mit Akupunktur behandelt.

Helfen konservative Mittel nicht, so kann auch ein operativer Eingriff, bei dem einige Schweißdrüsen in den Achselhöhlen entfernt werden, helfen. Auch ein Eingriff, bei dem die Nerven von Schweißdrüsen durchtrennt werden, die sich an anderen Körperstellen befinden, ist möglich. Betroffene, die übermäßig schwitzen, sollten sich daher nicht aus Scham von ihrer Umwelt abkapseln sondern medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

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