Medikamente können Lichtempfindlichkeit der Haut verursachen

Mittwoch, 25. August 2010

Viele Medikamente bewirken eine höhere Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut. Ärzte sprechen hier von einer so genannten Fotosensibilisierung. Dazu gehören meist verschreibungspflichtige Präparate z.B. zur Entwässerung oder auch Schmerzmittel, Antibiotika, Malariapräparate sowie Medikamente zur Behandlung von Herz- oder Kreislauferkrankungen. Auch spezielle Medikamente für Epileptiker können die Lichtempfindlichkeit der Haut hervorrufen. Gleiches gilt auch für Präparate, die Johanniskraut enthalten.

Patienten, die diese Medikamente einnehmen, bemerken bereits teils direkt nach der Einnahme oder auch erst einige Zeit später, dass ihre Haut sich bei Sonneneinstrahlung wesentlich schneller rötet als sonst. Auch Blasen auf der Haut und Pigmentstörungen können sich entwickeln. Die Bundesapothekerkammer bittet Sie darum, Ihren Apotheker entsprechend zu informieren, wenn Ihnen derartige Unverträglichkeiten auffallen. Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt können die Medikamente oftmals abends eingenommen werden, was die Lichtempfindlichkeit der Haut meist deutlich minimiert.

Grundsätzlich gilt jedoch, die Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr nicht in der prallen Sonne zu verbringen und sich auch im Schatten mit einer Sonnenmilch mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor einzucremen. Patienten, die entsprechende Medikamente über lange Zeit hinweg einnehmen müssen, können sich auch eine spezielle UV-Folie an die Fenster anbringen lassen, die keine UV-Strahlen hindurch lässt.

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