Impfschutz: Zu viele Kinder ohne ausreichende Impfungen in Deutschland

Samstag, 28. August 2010

Immer mehr Kinder sind nicht ausreichend geimpft. Statistisch gesehen befinden sich in jeder Schulklasse zwei Kinder, die nicht oder nur zum Teil gegen Krankheiten wie Tetanus, Mumps, Röteln, Masern und Keuchhusten geimpft sind. Schuld am unzureichenden Impfschutz der Kinder sind in der Regel die Eltern: Viele Eltern befürchten bleibende Schäden durch die Impfungen oder Nebenwirkungen der Impfungen. Andere Eltern wiederum sind der Meinung, dass die Krankheiten wichtig für den Körper und das Immunsystem des Kindes sind.

Impfexperten und Kinderärzte können die Eltern diesbezüglich jedoch beruhigen: Die Impfstoffe verursachen heutzutage kaum mehr Nebenwirkungen oder Impfschäden. Besonders Babys profitieren von den Impfungen, da in diesem Alter die jeweiligen Krankheiten lebensbedrohlich sein können. Die meisten Impfungen werden heutzutage als Mehrfachimpfung verabreicht, so dass nicht jeder Impfstoff einzeln gespritzt werden muss.

Auch diese –zum Teil Sechsfachimpfungen- sind für die Babys sehr gut verträglich. Denn bereits im Babyalter sollte mit dem Impfen begonnen werden. Im ersten Lebensjahr haben die Babys zwar noch einen gewissen Nestschutz durch die Antikörper der Mutter, dieser verringert sich jedoch stetig. Zudem besteht auch nur ein gewisser Schutz vor den Krankheiten, die die Mutter bisher selbst durchgemacht hat oder gegen die sie selbst geimpft ist. Die erste Impfung erhalten die Babys meist im Alter von etwa 8 Wochen, die letzte im Kleinkindalter mit etwa 14 Monaten.

Einige Impfungen müssen nach einer gewissen Zeit aufgefrischt werden, um den Impfschutz zu erhalten, andere wiederum bewirken eine lebenslange Immunität. Zu den Impfungen, die sich auch Erwachsene noch regelmäßig verabreichen lassen müssen, zählen z.B. die Impfung gegen Tetanus und Diphterie.

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