Tiere und Urlaub: Bestimmungen zur Einfuhr von Tieren im Ausland

Donnerstag, 2. September 2010

Jedes Land verhängt unterschiedliche Bestimmungen zur Ein- und Ausfuhr von Tieren. Wer mit seinem Hund oder seiner Katze zusammen im Ausland Urlaub machen möchte, sollte sich zuvor genau erkundigen, welche Bestimmungen im Urlaubsland gelten.

Innerhalb der EU muss das Haustier grundsätzlich einen Heimtierausweis mit sich führen. Das Tier benötigt einen Chip, der unter der Haut sitzt oder eine Tätowierung. Die jeweilige Nummer wird in den Tierausweis eingetragen. Der Tierarzt vermerkt zusätzlich bestimmte Angaben zum Hund oder der Katze sowie zum Besitzer. Wichtig ist in jedem Fall die Tollwutimpfung, die jedes Tier benötigt, wenn es mit ins Ausland genommen werden soll.

Die Impfung wird ebenfalls vom Tierarzt in den Heimtierausweis eingetragen. Einige Länder verlangen zusätzlich einen Bluttest auf Tollwutantikörper als Nachweis über einen ausreichenden Impfschutz des Tieres. Zusätzlich benötigen die Tiere bei der Einreise in einige Länder auch einen Nachweis des Tierarztes über eine durchgeführte Entwurmung oder Zeckenvorsorge.

Auch wer aus dem Urlaub ein umherstreunendes Kätzchen oder einen Hund mit nach Hause nehmen möchte, muss einige Dinge beachten. Dieses Tier benötigt in der Regel das gleiche Dokument inkl. Tätowierung bzw. einen Chip sowie die Tollwutimpfung wie dies auch bei der Ausfuhr aus Deutschland ins EU-Ausland der Fall ist. Kommt in dem Land, aus dem das Tier ausgeführt wird, die Tollwut noch vor, so benötigt das Tier für die Ausreise zusätzlich einen Bluttest auf Tollwutantikörper. Für Menschen, die mehr als fünf Tiere aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen möchten, gelten gesonderte Bedingungen, da hier eine gewerbliche Tätigkeit unterstellt wird.

Besonders zur Urlaubszeit werden zudem auch wieder viele Tiere ausgesetzt, die den Besitzern lästig erscheinen. Egal ob die Tiere vor der Haustür, unterwegs auf der Straße oder im Urlaubsland zurückgelassen werden, es handelt sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer hohen Geldstrafe bis zu einer Höhe von 25.000 EUR geahndet werden kann. Der Besitzer verstößt mit dieser Tat massiv gegen das Tierschutzgesetz.

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