Zahnfehlstellungen: Kostenübernahme bei Kindern

Montag, 6. September 2010

Es gibt heutzutage kaum mehr Erwachsene, die mit Zahnfehlstellungen leben müssen. Meist wird diese bereits in der Kindheit behoben. Die kieferorthopädischen Behandlungen werden oft schon bei den Grundschulkindern begonnen. Je nach Art der Fehlstellung gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden, die ein Kieferorthopäde durchführen kann, so dass die Zähne gerade und symmetrisch werden.

Diese kieferorthopädische Behandlung zieht sich über etliche Jahre und kann Sie schnell mehrere tausend Euro kosten. Besonders für kinderreiche Familien bedeutet dies eine große Belastung. Nicht immer beteiligen sich nämlich die gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten der kieferorthopädischen Behandlung. Die gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden hier, wie hoch der Grad der Zahnfehlstellung ist.

Hat Ihr Kind eine relativ geringe Fehlstellung der Zähne, so erfolgt die Einstufung in die so genannte kieferorthopädische Indikationsgruppe 1 oder 2. Die Einstufung 1 wird vergeben, wenn ausschließlich kosmetische Gründe die Behandlung rechtfertigen. Bei Einstufung 2 ist zwar eine geringe Fehlstellung vorhanden, jedoch ist diese nicht sehr ausgeprägt. Nur wenn Ihr Kind in die Einstufung 3 bis 5 fällt, beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse an den anfallenden Behandlungskosten.

Jede private Krankenversicherung bietet für gesetzlich Versicherte Zusatzversicherungen an. So gibt es auch etliche Zahnzusatzversicherungen, die Kieferorthopädie beinhalten. Je nach Anbieter erstatten die privaten Krankenversicherungen teilweise sogar 80 oder 100% der kieferorthopädischen (restlichen) Behandlungskosten. Wichtig ist dabei jedoch, dass Sie Ihr Kind möglichst früh privat zusatzversichern, am besten direkt nach der Geburt.

Je früher das Kind versichert wird, desto geringer ist zum einen der monatliche Beitrag, zum anderen muss bei späterem Tarifabschluss eine evtl. notwendige kieferorthopädische Behandlung im Versicherungsantrag angegeben werden.

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