Alkoholkonsum von Jugendlichen

Donnerstag, 9. September 2010

Kinder und Jugendliche fangen immer früher damit an Alkohol zu konsumieren. In vielen Fällen endet der Alkoholkonsum im so genannten „Komasaufen“ und führt so zu einer lebensbedrohlichen Situation.

Die jungen Patienten müssen umgehend mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden und dort von den Ärzten versorgt werden. Vielen Eltern ist auch nicht bewusst, dass dieser Alkoholkonsum in derart frühen Jahren zu bleibenden körperlichen Schäden führen kann.

Die Wirkung des Alkohols wird zunehmend weniger ernst genommen. Neben den vielen Jugendlichen konsumieren auch immer noch schwangere Frauen Alkohol und riskieren dadurch schwerste Behinderungen beim ungeborenen Kind.

Der hohe Alkoholkonsum der Kinder und Jugendlichen kostet die Krankenkassen in Deutschland jährlich ein Vermögen. 2008 wurden in Deutschland beispielsweise über 25.000 Jugendliche unter 20 Jahren wegen lebensgefährlichem Alkoholkonsum in den Kliniken behandelt.

Die Deutsche Kinderhilfe fordert daher Maßnahmen wie z.B. ein Verkaufsverbot für Alkohol nachts an Tankstellen, die Erhöhung der Alkoholsteuer, die Erhöhung von Bußgeldern usw. Auch das Selbstzahlen der durch die Behandlung der Alkoholvergiftung entstandenen Kosten durch die Eltern ist eine Überlegung wert. In Österreich wird dies bereits praktiziert. Auf diese Weise muss nicht die Allgemeinheit die Kosten der Alkoholexzesse bezahlen. Es gibt auch die Überlegung, dass die Krankenhäuser die Minderjährigen Alkoholpatienten an die Jugendämter melden sollen.

Angesichts der Tatsache, dass Alkoholexzesse zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen können, der intensivmedizinische Behandlung notwendig macht, sind diese Überlegungen und Forderungen der Deutschen Kinderhilfe und der Stiftung Kindergesundheit auch zum Wohle der Kinder und Jugendlichen notwendig.

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