Zecken: Entfernung und Infektionen

Sonntag, 12. September 2010

Früher hieß es immer, Zecken fallen von den Bäumen. Großeltern raten teilweise noch heute: Wenn eine Zecke zugebissen hat, soll man Klebstoff auf die Zecke geben und sie auf diese Weise töten. Viele Menschen meinen auch, sie müssten die Zecke so schnell wie möglich herausreißen, um sich vor einer Infektion schützen zu können. Auch das Gerücht, dass es infizierte Zecken nur in bestimmten Gebieten gibt, kursiert in vielen Köpfen.

Diese Gerüchte sind zwischenzeitlich überholt. Die meisten Zecken sind im Frühjahr und Sommer von April bis etwa September zu finden. Man weiß heutzutage jedoch, dass die Zecken nicht von den Bäumen fallen sondern sich im hohen Gras oder im Unterholz befinden. Am besten kann man sich durch lange Kleidung vor den kleinen Tieren schützen.

Keinesfalls sollte man Klebstoff auf die Zecke geben. Richtig ist zwar, dass die Zecke dann erstickt, jedoch gibt die Zecke kurz vor ihrem Tod noch eine große Menge Bakterien und Viren an den Menschen ab und kann ihn dadurch mehr infizieren, als wenn die Zecke mit einer geeigneten Zeckenzange entfernt wird.

Sie sollten die Zecke keinesfalls einfach herausreißen sondern sie vorsichtig und in Ruhe mit der Zeckenzange entfernen. Wichtig ist, dass Sie die komplette Zecke herausziehen können. Sollten Sie nur den Körper erwischen und der Kopf noch steckenbleiben, so sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Zecken, die Borreliose oder die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen, gibt es nicht nur in einigen Gegenden sondern überall.

Zu guter Letzt noch ein wichtiger Hinweis: Wer durch eine Borreliose oder eine FSME invalide wird, kann Leistungen aus seiner Unfallversicherung erhalten.

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