Medikamentenverordnung: Konsum und Verschreibung von Medikamenten nimmt zu

Freitag, 24. September 2010

In Deutschland werden immer mehr und immer teurere Medikamente von den Ärzten verordnet. Im Durschnitt hat jeder gesetzlich Krankenversicherte in den Monaten Januar bis März 2010 Medikamente im Wert von 119 EUR per Rezept verschrieben bekommen. Insgesamt macht dies eine Summe von 8,3 Milliarden Euro -allein in drei Monaten-. Die Summe der verordneten Medikamente liegt um 3 Prozent höher als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr.

Die Medikamente, die von den niedergelassenen Haus- und Fachärzten verschrieben wurden, sind zudem auch acht Prozent teurer. Jedes verordnete Medikament kostete im Schnitt 47 Euro. Hier gibt es jedoch regionale Unterschiede: Die bayrischen Ärzte verordneten in Summe im Schnitt die günstigsten Medikamente, die Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern die teuersten. Auch Hamburger Ärzte sowie Ärzte im Bundesland Sachsen verordnen im Bundesvergleich sehr teure Medikamente.

Die meisten Medikamente haben einer Statistik zufolge die Patienten in Mecklenburg-Vorpommern bekommen, die wenigsten die Patienten in Hessen. Vergleicht man die Preise der einzelnen verordneten Medikamente so haben die Berliner die durchschnittlich teuersten erhalten, die günstigsten Präparate erhielten Patienten in Westfalen-Lippe.

Während im Schnitt das einzelne verschriebene Medikament in Berlin etwa 60 Euro kostet, verschreiben Ärzte den Patienten in Westfalen-Lippe nur Medikamente im Wert von 41 Euro. Auch Hamburger Patienten sowie Patienten in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern erhalten verhältnismäßig teure Medikamente. Jede verordnete Packung kostet hier 57 bzw. 53 Euro.

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