Antidepressiva: Zunahme von Medikamenten zur Behandlung von psychischen Erkrankungen

Sonntag, 26. September 2010

Ärzte verordnen Statistiken zufolge immer mehr Medikamente zur Behandlung von psychischen Erkrankungen. Diese Präparate werden von Medizinern Antidepressiva genannt. Vor zehn Jahren wurden noch halb so viele Antidepressiva verschrieben wie heute.

Letztes Jahr hat statistisch gesehen jeder Berufstätige acht Tage lang ein Antidepressivum eingenommen, das ihm vom Arzt per Rezept verschrieben wurde. Frauen erhielten wesentlich mehr dieser Medikamente als Männer. Ärzte haben Patientinnen für durchschnittlich gut 10 Tage ein Antidepressivum verschrieben, Männer erhielten diese Medikamente nur für 6 Tage. Auffällig ist jedoch, dass die männlichen Patienten in den Monaten Oktober bis Dezember doppelt so viele Antidepressiva benötigten als in den restlichen anderen Monaten des Jahres 2009.

Die Patienten in Bayern erhielten statistisch gesehen die meisten Antidepressiva, die wenigsten erhielten die Patienten in Sachsen-Anhalt. Was hierbei jedoch auffällt: Die berufstätigen Menschen in Bayern gehören zu den Patienten, die in Deutschland die wenigsten Krankmeldungen aufgrund einer psychischen Erkrankung erhalten. Trotzdem benötigen statistisch gesehen die bayrischen Patienten eine derart hohe Menge an Antidepressiva.

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