Krankheitstage von Arbeitnehmern: Krankenzahlen in Deutschland sinken

Freitag, 1. Oktober 2010

Neueste Analysen der gesetzlichen Krankenkassen zeigen, dass die Krankenzahlen in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren sinken. Dies gilt auch für Bauarbeiter und andere Beschäftigte wie z.B. Gärtner, die überwiegend im Freien arbeiten.

Diese Arbeitnehmer müssen im Hochsommer bei den heißesten Temperaturen draußen arbeiten, genauso wie einige Berufsgruppen im Winter bei hohen Minustemperaturen im Freien arbeiten. Aufgrund der hohen körperlichen Belastung bei einer Tätigkeit im Freien sind diese Arbeitnehmer statistisch gesehen auch mehr krank als z.B. ein Angestellter, der im Büro am Schreibtisch arbeitet.

Durchschnittlich sind Arbeitnehmer in Deutschland 12 Tage pro Jahr krankgeschrieben, ein ähnlicher Krankenstand wie zehn Jahre zuvor. Im Jahr 2009 waren Bauarbeiter im Durchschnitt an 19,5 Tagen krank. Dieser Wert ist um 1,7 Tage im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Beschäftigte im Gartenbereich waren letztes Jahr durchschnittlich 15,4 Tage krankgeschrieben. Auch bei dieser Beschäftigungsgruppe hat sich die Anzahl der Krankheitstage reduziert. Ärzte schrieben hier 1,6 Tage weniger krank als noch im Jahr zuvor.

Bei den Hilfsarbeitern liegen die Krankenzahlen etwas höher: Diese Beschäftigten waren an 20,4 Tagen krank. Auch hier haben sich die Fehltage wegen Krankheit jedoch deutlich reduziert: Ein Jahr zuvor lag der Wert noch um 3,3 Tage höher.

Der Trend zu kürzeren Krankheitszeiten zeigt sich somit nicht nur im Bundesdurchschnitt sondern auch bei den Beschäftigten, die tagein und tagaus bei Wind und Wetter im Freien beschäftigt sind.

Für diese Reduzierung der Fehlzeiten bei den Beschäftigen in den Bau- und Holzberufen sowie den Mitarbeitern des Garten- und Agrarbereiches gibt es verschiedene Gründe. Zum einen haben sich die Arbeitsbedingungen für diese Beschäftigten verbessert, zum anderen wurden auch verschiedene Maßnahmen aus dem Bereich des Arbeitsschutzes überarbeitet und ausgeweitet.

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