Grundschüler tragen viel zu schwere Schulranzen

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Untersuchungen des Forsa-Instituts im Auftrag der Techniker Krankenkasse zufolge leidet ein Großteil der Grundschüler unter dem Gewicht des Schulranzens. Die kindliche Muskulatur des Rückens ist für ein derartiges Gewicht noch gar nicht ausgelegt, so dass die Gelenke und Knochen die schwachen Rückenmuskeln unterstützen müssen. Durch die Überbelastung entwickeln sich bei den Kindern teils schwere Folgeschäden.

Statistiken zufolge klagen 70 Prozent aller Schülerinnen und Schüler über einen zu schweren Schulranzen. Auch wenn jedes einzelne Teil im Schulranzen nicht viel wiegt: In der Masse summiert sich dies. Die Kinder tragen Bücher, Hefte, Federmäppchen, Malkasten und andere Lernutensilien sowie natürlich auch die Brotzeit in ihrem Schulranzen.

Hinzu kommen Spielsachen wie Sammelkarten und Sammelbildchen, Sammelfiguren und andere Spielsachen, die in der Schule getauscht oder hergezeigt werden. Nicht zu vergessen sind auch die Sport- und Schwimmsachen, die die Kinder regelmäßig mitnehmen müssen. Das Gewicht des Turnbeutels kommt dann zum Gewicht des Schulranzens noch hinzu.

Die meisten Eltern kontrollieren die Schulranzen ihrer Kinder nicht und wissen daher meist nicht, welch unnötiges Gewicht die Kinder mit sich tragen. Nur 10 Prozent der Mütter kontrollieren regelmäßig den Inhalt des Schulranzens, so eine Umfrage. Dem Rücken Ihrer Kinder zuliebe, sollten Sie regelmäßig den Schulranzen kontrollieren und zusammen mit Ihrem Kind packen. Hefte und Bücher, die am nächsten Schultag nicht benötigt werden, können ausgeräumt und zu Hause gelassen werden.

Einige Schulen bieten den Schulkindern auch an, schwere Bücher wie z.B. Atlanten in der Schule zu lassen, wenn diese nicht für Hausaufgaben benötigt werden. Bietet die Schule Ihres Kindes dies nicht an, so hilft oft bereits ein kurzes Gespräch mit der Lehrkraft, um dies zu ermöglichen.

Um die Rückenmuskulatur der Kinder zu stärken, sollten diese sich viel an der frischen Luft bewegen. Eine Alternative dazu ist die regelmäßige Bewegung in einem Sportverein.

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