KBV-Vorsitzender fordert Änderung der Einstellung gesetzlich Krankenversicherter

Samstag, 16. Oktober 2010

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat sich dafür ausgesprochen, die gesetzlich Krankenversicherten mehr in die Pflicht zu nehmen, um mit den Beiträgen der Krankenversicherungen besser haushalten zu können.

Es gehen laut Herrn Dr. Köhler immer noch zu viele Patienten unnötig zum Arzt, was auch ein Grund für die leeren Kassen der Krankenkassen ist. Müssten die Patienten in Vorleistung gehen und würden erst nach Einreichen ihrer Rechnung bei der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse den erstattungsfähigen Betrag zurückerhalten (so wie dies auch bei privatversicherten Patienten der Fall ist), so würden sich vermutlich viele Patienten nur dann zu ihrem Arzt begeben, wenn dies wirklich zwingend notwendig ist.

Eine andere Möglichkeit, die Kosten zu senken, wäre auch eine prozentuale Eigenbeteiligung bei jeder ärztlichen Behandlung, so der Vorstandsvorsitzende der KBV. Die Patienten müssten dann beispielsweise bei jeder Behandlung, egal ob es sich um die Versorgung einer Verletzung oder um einen Gesundheitscheck handelt, einen bestimmten Prozentsatz der Behandlungskosten selbst tragen. Die Patienten würden, laut Dr. Köhler, dadurch mehr in die Verantwortung genommen werden und mit den Versichertenbeiträgen sorgsamer umgehen, als dies im Moment passiert.

Auch wenn Zusatzbeiträge, die jede gesetzliche Krankenkasse von den eigenen Versicherten erheben kann, bereits beschlossene Sache sind, so werden diese laut Ansicht der KBV am Verhalten der Versicherten nichts ändern.

Die Ärzte leisten ebenfalls ihren Beitrag dazu, die Kosten in den Griff zu bekommen: In den nächsten zwei Jahren werden –wie auch schon in früheren Jahren- verschiedene Budgets für niedergelassene Ärzte eingeführt.

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