Nur Bio-Hähnchenfilet ist uneingeschränkt zu empfehlen

Dienstag, 19. Oktober 2010

Die Stiftung Warentest hat diverse Proben von Hähnchenfilet genauer unter die Lupe genommen. Das Fleisch wurde in Supermärkten gekauft. Stiftung Warentest hat sowohl Bioware als auch Fleisch aus anderer Tierhaltung untersucht.

In Sachen Preis ergeben sich natürlich deutliche Unterschiede zwischen Bio und anderem Fleisch: Das Bio-Hähnchenfilet ist –je nach Anbieter- bis zu fünfmal teurer als das Discounter-Hähnchenfleisch.

Das Fleisch vom Discounter schnitt in einigen Fällen mit der Note „gut“ ab. Hierzu gehören Fleischproben von Lidl und Netto. Lediglich Fleischproben der Firma „Gut Langenhof“ und aus dem Discounter Norma landeten auf den letzten Plätzen. Die Fleischproben, die bei den Untersuchungen der Stiftung Warentest durchgefallen sind, waren am Verbrauchsdatum bereits nicht mehr verwendbar. Einige andere Proben waren zwar noch essbar, jedoch mangelte es hier deutlich an Frische.

Eindeutiger Sieger dieses Testes sind jedoch die Bioanbieter. Bio-Hähnchenfleisch von „Schröder´s Bioland“, Rewe und Tengelmann erhielten alle die Note „gut“. Dabei wurde nicht nur die Qualität des Fleisches untersucht sondern auch der Umweltfaktor und die Aktivitäten der Firmen im Bereich Tierschutz.

Der deutliche Preisunterschied zwischen Biofleisch und Fleisch aus anderer Tierhaltung ergibt sich durch die unterschiedlichen Auflagen. Um das Biosiegel zu erhalten, müssen die Tiere mit Biofutter gefüttert werden und brauchen wesentlich mehr Freifläche. Zum Vergleich: Hähnchen aus Masttierhaltung müssen meist mit bis zu 24 Artgenossen auf einem einzigen Quadratmeter leben und sehen oft ihr ganzes Leben lang kein Tageslicht. Die kurze Lebenszeit über werden diese Tiere gemästet, Bio-Geflügel darf wesentlich länger leben.

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