Schmerzempfinden bei Frauen und Männern

Donnerstag, 4. November 2010

Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass Männer nicht das „schwache Geschlecht“ sind, für das sie im Volksmund gehalten werden. Frauen können jedoch im Gegenzug nichts dafür, dass sie schneller Schmerz empfinden als Männer.

Die Universität Mainz hat zu diesem Thema verschiedene Versuche mit Männern und Frauen durchgeführt. Allgemein zeigen die Versuche, dass Frauen schneller Schmerz empfinden und diesen auch nach kürzerer Zeit als unangenehm beschreiben als die männlichen Versuchspersonen.

Frauen können mit dem Schmerz jedoch besser umgehen, da sie sich ihren Mitmenschen anvertrauen. Männer hingegen versuchen den Schmerz mit sich selbst auszumachen. Wurden die Untersuchungen jedoch mit zwei Personen (Mann und Frau) gleichzeitig durchgeführt, so hielt jede Versuchsperson jeweils länger den Schmerz aus als wenn der Versuch alleine durchgeführt wurde.

Die Mitarbeiter der Universität Mainz erklären sich das Ergebnis der Studie so: Frauen haben eine dünnere Hautschicht als Männer, so dass Sie den Schmerz geringfügig früher verspüren. Zudem sind Frauen meist auch feinfühliger in ihren Gefühlen als die Männer. Bereits die Jungen werden dazu erzogen, stark und nicht wehleidig zu sein. Dies setzt sich auch im Erwachsenenalter fort, so dass Männer eher die Zähne zusammenbeißen als Frauen. Auch die Hormone führen dazu, dass Frauen eher Schmerz empfinden als Männer. Das männliche Hormon Testosteron wirkt den Schmerzreizen entgegen, während das weibliche Hormon Östrogen schmerzempfindlicher macht.

Zu guter Letzt liegt es auch an den weiblichen Genen, dass die Frauen schneller Schmerz verspüren als Männer.

Um diese Testergebnisse zu erhalten, mussten die Probanden z.B. ihre Hand in eine Schüssel Wasser halten, in der sich Eiswürfel befanden.

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