Schadstoffe in Spielsachen

Donnerstag, 25. November 2010

Die Stiftung Warentest hat nun kurz vor der Weihnachtszeit Spielsachen getestet. Teilweise mit sehr schlechten Ergebnissen. Acht von zehn der untersuchten Spielsachen z.B. aus den Bereichen Puppen, Kuscheltiere oder Spielzeugautos für Kinder unter drei Jahren enthielten Schadstoffe, die für die Kinder gesundheitsgefährdend sein können.

Zwei von drei der belasteten Spielsachen sind sogar sehr stark oder stark mit Schadstoffen belastet. Einige der getesteten Spielsachen enthalten Kleinteile, die sich leicht ablösen können und verschluckt werden können. Besonders bei den schadstoffbelasteten Spielsachen ist dies äußerst problematisch.

Auch durch den Kauf von Holzspielzeug und/oder Spielzeug von Markenherstellern kann man sich nicht zwangsläufig vor schadstoffbelastetem Spielzeug schützen. Stiftung Warentest hat auch Produkte bekannter Firmen wie z.B. Sigikid, Steif, Selecta, Eichhorn oder Fisher Price untersucht. Diese schnitten keineswegs besser ab.

In den untersuchten Spielsachen wurden Schadstoffe wie Formaldehyd, Schwermetalle, Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) usw. gefunden. Kein einziges der getesteten Holzspielsachen ist komplett frei von Schadstoffen.

50 Prozent der Spielsachen, die von der Stiftung Warentest unter die Lupe genommen wurden, wurden in China gefertigt. Auch wenn sich das CE-Zeichen auf den Produkten befand, so hieß dies –laut Stiftung Warentest- noch lange nicht, dass das Spielzeug auf Sicherheit geprüft wurde und schadstofffrei ist. Normalerweise dürfen nur Artikel das CE-Zeichen tragen, die gemäß der EU-Richtlinien überprüft wurden.

Wenn Sie Ihr Kleinkind so gut wie möglich vor Schadstoffen schützen möchten, so sollten Sie auf Ihre Nase vertrauen und Spielsachen, die ungewöhnlich riechen, lieber nicht kaufen. Zusätzlich sollte man beim Spielzeugkauf darauf achten, ob sich mögliche Kleinteile ablösen können. Gesünder für kleine Kinder sind in jedem Fall Stoffpuppen, da Sie diese unkompliziert in der Waschmaschine waschen können und so von den gefährlichen Schadstoffen befreien können.

Anzeige