Spielzeug im Test: Schadstoffgehalt und Herkunft im Visier

Freitag, 24. Dezember 2010

Sehr viele Eltern achten beim Kauf von Spielsachen darauf, wo das Produkt hergestellt wurde. „Made in China“ hat dabei einen schlechten Ruf und sofern dies möglich ist, weicht man lieber auf Spielsachen „Made in Germany“ aus.

Bisher hat Ökotest immer den Schadstoffgehalt sowie die Sicherheit von Spielwaren getestet. Nun wurde das Augenmerk auch auf das Produktionsland gelegt. Mit erschreckendem Ergebnis: Spielwarenhersteller schrecken nicht davor zurück, Spielwaren, die in China gefertigt wurden, als „Made in Germany“ zu verkaufen. Einige Spielsachen wurden laut Ökotest auch in China produziert sowie anschließend in Deutschland mit dem Vermerk „Designed in Germany“ im Handel verkauft.

Acht von zehn Spielsachen, die in unseren Spielwarenläden stehen, werden in China hergestellt. Es gibt jedoch keine gesetzliche Grundlage, wonach Spielwarenhersteller auch genau angeben müssen, wo das Produkt hergestellt wurde. Das Problem bei einer Herstellung im Ausland ist auch die Kinderarbeit. Keiner der von Ökotest unter die Lupe genommenen Hersteller bezieht seine Waren bei Händlern, die nach dem Verhaltenskodex des Weltspielzeugverbandes arbeiten. Händler, die diesen Kodex unterschrieben haben, verpflichten sich, ihre Mitarbeiter nicht länger als 72 Stunden in der Woche arbeiten zu lassen und schaffen auch sonst menschliche Arbeitsbedingungen.

Natürlich wurden die Produkte auch nochmals auf ihren Schadstoffgehalt getestet. Ebenfalls mit erschreckendem Ergebnis: Selbst die Produkte, die von Ökotest in früheren Tests bereits bemängelt wurden, enthalten noch immer Schadstoffe und krebserregende Stoffe. Im Test waren neben Puppen und Kuscheltieren auch Fußballtrikots für Kinder.

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