Grüner Strom: Ökostrom-Kunden nehmen zu

Montag, 27. Dezember 2010

Immer mehr Menschen wollen etwas für die Umwelt tun und beziehen daher Ökostrom. Laut dem Bundesumweltministerium ist die Zahl der Ökostrom-Kunden laut einer Statistik des Jahres 2008 auf 15 Prozent angestiegen.

Nicht jeder Ökostrom verdient jedoch auch die Bezeichnung „grüner bzw. sauberer Strom“. Der TÜV Rheinland vergibt daher ein Gütesiegel (TUVdotCom), das den wahren grünen Strom auszeichnet. Das Siegel erhalten nur Anbieter, dessen Strom CO2-neutral ist und der Strom aus Anlagen stammt, die den auferlegten Umweltschutzstandards genügen. Zusätzlich muss der Strom komplett, also zu 100 Prozent, von erneuerbaren Energien stammen.

Wenn Sie sich für Ökostrom interessieren, sollten Sie die Preise vergleichen, um Geld sparen zu können. Die Ökostromanbieter berechnen neben dem Arbeitspreis eine unterschiedlich hohe Grundgebühr. Diese Grundgebühr wird immer berechnet, egal ob viel oder wenig Strom verbraucht wurde. Haushalte mit wenig Stromverbrauch sollten sich demnach einen Anbieter suchen, der geringe Grundgebühren verlangt. Mehrköpfige Haushalte hingegen sollten auf niedrige Arbeitspreise achten.

Der Energieexperte des TÜV Rheinland empfiehlt zudem auch, die Kündigungsbedingungen zu überprüfen. Je nach Vertrag sind teilweise lange oder auch nur kurze (z.B. nur einen Monat) Kündigungszeiten vorgesehen. Praktisch sind auch Verträge, die eine Preisgarantie über einen bestimmten Zeitraum beinhalten. Diese Preisgarantie sollte jedoch nicht auf einen zu langen Zeitraum abgestellt sein, da in dieser Zeit die Strompreise bereits wieder gefallen sein können.

Verträge, bei denen bereits jährlich im Voraus gezahlt werden muss, sind zwar vergleichsweise günstig, der Verbraucher hat jedoch nie die Gewissheit, ob der Anbieter innerhalb dieser Zeit nicht insolvent wird.

Anzeige