Immer mehr Männer benötigen Medikamente

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse ist das „starke Geschlecht“ keineswegs mehr stärker als die Frauen. Immer mehr Männer benötigen verschreibungspflichtige Medikamente ihres behandelnden Arztes, so eine Studie unter 3,4 Millionen erwerbstätigen Mitgliedern der Techniker Krankenkasse. Diese Studie ergab auch, dass die männlichen Patienten inzwischen mehr Medikamente benötigen als die Patientinnen.

Jeder TK-versicherte Mann zwischen 15 und 65 bekam dieser Statistik zufolge Präparate wie Tabletten oder Pillen für die Hälfte des Jahres verschrieben, genauer gesagt für 177 Tage. Zehn Jahre zuvor erhielten die Männer noch 24 Prozent weniger Arzneimittel.

Die Gesundheitswissenschaftler der Techniker Krankenkasse haben bei dieser Studie nicht nur den Umfang der verschriebenen Medikamente untersucht sondern auch, um welche Präparate es sich im Einzelnen handelt. Dabei kam heraus, dass die Hälfte der verordneten Medikamente zur Behandlung einer Erkrankung aus dem Herz-Kreislauf-Bereich stammt. Frauen erhalten deutlich weniger dieser Medikamente.

Viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Folge eines ungesunden Lebensstils. Somit könnten viele Krankheiten aus diesem Bereich vermieden oder zumindest deutlich gebessert werden, wenn Sie sich gesund ernähren und sich ausreichend bewegen. Auch wenn bereits eine Erkrankung aus dem Bereich Herz oder Kreislauf besteht, so kann das Beschwerdebild durch eine gesunde Lebensführung deutlich verbessert werden. Da laut der Statistik der TK die Frauen deutlich weniger Medikamente für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhalten, leben sie vermutlich erheblich gesünder als die Männer.

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