Ethanol-Öfen in geschlossenen Räumen gefährlich

Donnerstag, 6. Januar 2011

Heutzutage gibt es auch Öfen und Kamine, die nicht mit Holz sondern mit Bio-Ethanol betrieben werden. Wie der TÜV Rheinland jedoch aktuell wieder warnt, sind diese Geräte nicht risikolos. Besonders dann, wenn sie in geschlossenen Räumen aufgestellt oder aufgehängt werden.

Verbrennt Ethanol, kann dies Kohlenmonoxid freisetzen. Wird dies wiederum von einem Menschen eingeatmet, so kann dies tödlich enden. Das Tückische am Kohlenmonoxid ist, dass es geruchslos ist und auch nicht zu sehen ist. Unabhängig vom Kohlenmonoxid entstehen auch andere Gase durch das Ethanol, weshalb derartige Öfen niemals in geschlossenen Räumen betrieben werden dürfen.

Nicht selten gehen Verbraucher falsch mit ihrem Ethanol-Ofen um, in dem sie das Ethanol unsachgemäß nachfüllen. Auch alte und/oder schadhafte Geräte können zu Bränden führen.

Für einwandfreie Ethanol-Öfen vergibt der TÜV Rheinland das Siegel „TUVdotCOM“. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie sich ein derartiges Gerät anschaffen möchten. Besitzen Sie bereits einen Ethanol-Ofen, so sollten Sie überprüfen, ob er der DIN4734 entspricht.

Für die eigene Sicherheit sollte man einige Dinge bei der Benutzung eines Ethanol-Ofens beachten: Ein funktionstüchtiger Ofen darf nicht mehr als einen halben Liter Ethanol pro Stunde verbrauchen. Die Flammen im Gerät dürfen nicht mit anderen Materialien wie z.B. künstlichem Brennholz in Kontakt kommen. Kamine, die auf dem Boden stehen, müssen einen sicheren Stand haben.

Kamine und Öfen, die an der Wand befestigt werden, benötigen dazu besonderes Befestigungsmaterial. Zusätzlich sollten Sie als Ethanol-Ofen-Besitzer auch darauf achten, dass das verwendete Ethanol zu mindestens 96 Prozent aus Ethanol besteht. Neues Ethanol darf erst nachgefüllt werden, wenn der Kamin vollständig abgekühlt ist.

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