Passiv Rauchen: Jährlich erkranken zahlreiche Nichtraucher

Mittwoch, 12. Januar 2011

Viele Raucher haben besonders das Verlangen nach einer Zigarette, wenn sie unter Stress stehen, ihre Termine nur schwer einhalten können oder wenn sie in Schicht arbeiten müssen. Besonders leiden müssen dann darunter diejenigen Kollegen, die nicht rauchen.

Sie atmen zwangsläufig den „blauen Dunst“ ein. Dadurch gelangen Stoffe wie Kohlenmonoxid oder Ammoniak in den Körper. Nicht zu vergessen sind auch die krebserregenden Stoffe, die ein Passivraucher einatmet.

Diese giftigen Stoffe führen auch bei Nichtrauchern zu lebensgefährlichen Erkrankungen, sofern der Körper regelmäßig dem Zigarettenrauch ausgesetzt ist. Dazu gehören Krebserkrankungen wie der Lungenkrebs oder auch Erkrankungen aus dem Bereich von Herz und Kreislauf wie z.B. ein Herzinfarkt. Jährlich sind mehr als 3000 Passivraucher von einer tödlichen Erkrankung durch das „Mitqualmen“ betroffen.

Neben diesen gesundheitlichen Risiken, denen die nichtrauchenden Arbeitnehmer ausgesetzt sind, verursachen Raucher auch wirtschaftliche Nachteile für einen Betrieb: In der Zeit, in der ein Raucher seine Zigarette raucht, arbeitet er in der Regel nicht. Bei starken Rauchern kann dies zu einer ganzen Stunde zusätzlicher „Pause“ führen.

Viele Unternehmen bieten daher nicht ganz eigennützig Raucherentwöhnungsseminare, z.B. vom TÜV Rheinland, an. Jeder Nichtraucher hat in Deutschland laut Gesetz Anspruch auf einen Arbeitsplatz, an dem er nicht dem gefährlichen Tabakrauch ausgesetzt ist. In großen Firmen haben die Arbeitgeber daher Raucherküchen und andere Raucherbereiche eingeführt. In kleineren Betrieben haben die Raucher meist nur die Möglichkeit, ihre Zigarette auf einem Balkon oder vor dem Gebäude zu rauchen.

Arbeitnehmer, die z.B. in einem Restaurant arbeiten, in dem zumindest teilweise geraucht werden darf, können nur durch gute Lüftungsanalagen und zusätzliche Pausen gesundheitlich geschützt werden.

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