Zusatzversicherung für Kassenpatienten nicht immer sinnvoll

Dienstag, 1. Februar 2011

Viele Zusatzversicherungen, die den Kassenpatienten angepriesen werden, sind überflüssig, so die Zeitschrift Finanztest. Auf etliche Versicherungen können Kassenpatienten gut verzichten, ohne sich in den finanziellen Ruin zu treiben. Andere wiederum sind unverzichtbar.

Zu den eher überflüssigen Zusatzversicherungen zählt Finanztest z.B. die Krankenhaustagegeldversicherung. Für jeden Tag in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus erhält der Versicherte hier einen bestimmten Geldbetrag. Im Gegensatz zur Krankentagegeldversicherung kann der Verdienstausfall der Selbstständigen mit diesem Geld nicht ausgeglichen werden.

Als Kassenpatient sollten Sie sich vor dem Abschluss einer Zusatzversicherung immer die Frage stellen, ob es Sie finanziell ruinieren würde, wenn sie z.B. Heilpraktikerrechnungen oder Rechnungen für eine professionelle Zahnreinigung selbst bezahlen würden. Die Zeitschrift Finanztest warnt zusätzlich davor, nicht nur auf den Prozentsatz zu achten, mit dem die Krankenkassen die Rechnungen erstatten. Oft ist nicht die gesamte Rechnung erstattungsfähig sondern nur ein kleiner Teil, der dann zu dem angepriesenen Prozentsatz erstattet wird.

Wenn Sie nur selten zum Heilpraktiker gehen, kommt es Sie oftmals zudem billiger, die Kosten selbst zu tragen als nur deshalb eine teure Zusatzversicherung abzuschließen. Eine absolut unverzichtbare Zusatzversicherung ist hingegen die Auslandsreisekrankenversicherung. Diese Versicherung gehört sogar zu den günstigsten. Meist kostet sie nur etwa zehn Euro jährlich. Im Notfall ist sie zuständig z.B. für einen Heimtransport eines Kranken aus dem Ausland. Diese Rücktransporte kosten schnell mehrere tausend Euro, die ohne eine entsprechende Versicherung aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der Zeitschrift Finanztest vom Januar oder auf der Website www.test.de/Zusatzversicherung

Anzeige