Unabhängige Patientenberatung stärkt Patientensouveränität

Freitag, 25. Februar 2011

Nach Meinung der Techniker Krankenkasse (TK) ist die vom GKV-Spitzenverband angestrebte unabhängige Beratung für Verbraucher und Patienten ein zusätzlicher Schritt in Richtung mündiger Patient. Viele Patienten kennen ihre Rechte keineswegs und haben auch kaum Chancen, detaillierte Informationen über eine bestimmte Art der Behandlung zu bekommen, so die Expertin für Patientenkompetenzen der TK, Monica Burkhardt.

Eine repräsentative Studie zum Thema Patientenzufriedenheit hat aufgedeckt, dass fast 30 Prozent der Erwachsenen jede Verantwortung für die eigene Gesundheit nicht bei sich, sondern bei anderen sieht. Das jedenfalls ist das Ergebnis der Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG). Und auch ob die Beschwerden wieder gelindert werden können oder gar ganz verschwinden, wird eher als Frage des Schicksals gesehen als eine Frage des persönlichen Engagements. So sind rund 30 Prozent der Befragten der Meinung, es sei allein eine Sache von Glück oder Pech, bei Krankheit wieder gesund zu werden.

Mit der unabhängigen Verbraucher- und Patientenberatung haben Versicherte in Zukunft ein solides Instrument, sich als Patient zunehmend auf eigene Füße zu stellen. Und auch die TK hat schon lange im Fokus, die Souveränität der Patienten zu stärken. Unterschiedliche Patienteninformationen oder Entscheidungshilfen, aber auch interaktive Dialogsysteme wie der „TK-Patientendialog“ oder der Kurs „Kompetent als Patient“ wurden von der TK entwickelt, um den Versicherten einen souveränen Umgang mit ihrer eigenen Gesundheit zu ermöglichen und den gleichberechtigten Dialog mit dem behandelnden Arzt zu unterstützen. Weitere Informationen sind unter www.tk.de zu finden.

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