Organspende in Deutschland

Donnerstag, 3. März 2011

Die Organspende hat in Deutschland grundsätzlich einen sehr guten Ruf, so dass 80 Prozent der Menschen ihr sehr positiv gegenüber stehen. Doch es fehlt an der praktischen Umsetzung – rund 86 Prozent besitzen keinen Organspendeausweis, mit der die Entscheidung für eine Organspende dokumentiert wäre.

So sieht der Vorstand der Techniker Krankenkasse die Hilfsbereitschaft der Menschen als durchaus vorhanden an. Das manifestiere sich in der Hilfe bei Hungerkatastrophen, Tsunamis oder anderen Umweltkatastrophen. So könne man vermuten, die Hilfsbereitschaft sei auch bei der Organspende sehr wohl vorhanden, wenn man auf die 12.000 Menschen aufmerksam machen könne, die zurzeit auf ein Spenderorgan warten.

Die Ergebnisse einer bundesweiten Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) waren dann auch recht eindeutig. Rund 30 Prozent gaben an, sich noch die mit dem Thema beschäftigt zu haben. Die Gründe dafür liegen meist in mangelnden Informationen, Missverständnissen und Vorurteile. Schon deshalb sei Aufklärung mit verständlichen Informationen so wichtig, eine Aufgabe, für die Politik, Schulen, Patienteninitiativen, Ärzte und Krankenkassen gemeinsam verantwortlich seien, so die TK. So werden mit dem Film „Organspende macht Schule“ und der Broschüre „Entscheidung fürs Leben – Organspender und ihre Angehörigen“ Jugendliche und Erwachsene unterstützt, die sich mit dem Thema beschäftigen möchten.

Es gibt eine ganze Reihe von Irrtümern zum Thema Organspende, zu deren Aufklärung die TK gerne beiträgt. So ist eine Organspende in jedem Alter möglich, es gibt weder nach oben noch nach unten Grenzen. Die Organspende wird außerdem von allen großen Religionen in vollem Umfang als Akt der Solidarität und Nächstenliebe unterstützt. Eine Organspende kann ohne größeren Aufwand mit einem einfachen Spendeausweis aus Papier dokumentiert werden.

Ob eine Organspende aus medizinischen Gründen möglich ist, wird von den jeweiligen Ärzten zu dem Zeitpunkt geprüft, zu dem eine Organspende durchgeführt werden soll. Dabei wird auch das jeweilige Organ sorgfältig untersucht. Schließlich wird eine Organspende wie jeder andere chirurgische Eingriff auch mit höchster medizinischer Sorgfalt durchgeführt, so dass der Leichnam nach der Explantation in einem angemessenen Zustand überführt und zur Bestattung freigegeben wird. Aus Gründen der Pietät ist eine Organspende damit kaum abzulehnen

Weitere Informationen:
www.organspende-info.de/

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