Patientenverfügung in Deutschland

Dienstag, 15. März 2011

Im September 2009 wurde die Patientenverfügung gesetzlich festgeschrieben. Damit kann jeder Erwachsene schriftlich fixieren, welche Art der medizinischen Behandlung er bevorzugt oder ablehnt, falls er sich selbst nicht mehr dazu erklären kann. Doch eine solche Verantwortung wirft auch eine Reihe von Fragen auf. Aus diesem Grund zeigt Finanztest in der Ausgabe von Februar, wie man seine Wünsche anbringen kann – und was es dabei zu beachten gilt.

Eine Patientenverfügung setzt voraus, dass man sich über ihre Folgen bewusst ist. Deshalb sollte vorab ein Gespräch mit einem Arzt und den Angehörigen geführt werden. Dabei hilft auch der Austausch zu Werten, Erlebnissen, Wünschen oder Ängsten, denn letztlich soll die Verfügung genau darstellen, in welchem Fall sie in welcher Form gelten soll.

So wurde dann auch das Pilotprojekt „beizeiten begleiten“ aufgesetzt mit Patientenverfügungen aus drei Seniorenheimen. Ein roter Aufkleber auf dem Bett des Patienten zeigt, dass Ärzte zwar Schmerzen lindern, aber nicht Leben verlängern dürfen. Nur bei einer anderslautenden Äußerung dürften die Ärzte dann entsprechend handeln und Leben retten. Zum Ende des Jahres wird der Bericht des Pilotprojekts veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt wird Finanztest berichten, wie die Senioren dort die relevanten Fragen für sich beantwortet haben.

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