Krankenstand: Zunehmend psychische Störungen bei Deutschen

Montag, 28. März 2011

Eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) brachte es ans Licht – in 2010 war jeder Beschäftigte 12,3 Tage krankgeschrieben. Dieser Wert ergibt sich zumindest aus der Statistik. Damit stagniert der Krankenstand der 3,5 Millionen Versicherten in der TK einschließlich der Empfänger von Arbeitslosengeld I bei einem Niveau von 3,36 Prozent fast auf dem Stand des Vorjahres.

So berichtet die TK dann auch, dass die Beschäftigten in 2010 offensichtlich seltener krank waren, denn für 2010 seien rund 2,4 Prozent weniger Krankschreibungen eingegangen als in 2009. Gerade Erkrankungen der Atemwege seien demnach auf dem Rückzug.

Doch der Krankenstand sinkt trotz der abnehmenden Zahl der Krankschreibungen nicht – was an der verstärkten Zunahme von Krankschreibungen durch psychische Störungen liegt. Innerhalb eines Jahres haben die Fehlzeiten auf Basis psychischer Diagnosen um rund 14 Prozent zugenommen – so das erschreckende Ergebnis der TK. Damit war statistisch gesehen jeder Beschäftigte im Jahr 2010 zwei Tage krankgeschrieben aufgrund einer psychischen Diagnose.

Deutliche Unterschiede allerdings gibt es zwischen den einzelnen Bundesländern. Sehr geringe Fehlzeiten gab es auch im Jahr 2010 wieder in Baden-Württemberg. Hier lagen die krankheitsbedingten Abwesenheiten bei durchschnittlich 9,9 Tagen. In Mecklenburg-Vorpommern dagegen lang der Krankstand bei durchschnittlich 15,5 Tagen – womit sich ein deutliches Gefälle der Bundesländer untereinander ergibt.

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