Krebs-Vorsorge: Optimierungsbedarf bei der Inanspruchnahme

Samstag, 9. April 2011

Obwohl sich 75 Prozent der Deutschen vor einer Krebs-Erkrankung fürchten, gehen 40 Prozent nicht zur Vorsorge – dieses erschreckende Ergebnis brachte eine Untersuchung der DAK ans Licht. Sie fordert anlässlich des Weltkrebstages deshalb noch mehr Eigenverantwortung der Versicherten.

Krebs gilt in Deutschland als die zweithäufigste Todesursache, denn jedes Jahr sterben über 200.000 Menschen daran und über 450.000 Neuerkrankungen sind zu verzeichnen. Trotz dieser Zahlen gehen aber 40 Prozent der Deutschen nicht zu den möglichen Untersuchungen zur Früherkennung, so das Ergebnis einer Forsa-Studie der DAK.

Dabei kann eine gesunde Lebensweise Krebs durchaus verhindert, argumentiert die DAK. Letztlich sei es immer eine eigene Entscheidung, ob jemand raucht oder sich völlig ungeschützt der Sonne aussetzt. Denn einige Krebsarten lassen sich durch gesunde Ernährung durchaus vermeiden. So sind die wichtigsten Ursachen für Krebserkrankungen dann auch Rauchen, hoher Alkoholkonsum, massives Übergewicht oder erhöhte Sonnenbelastung. Dagegen treiben nach dieser Studie etwa 80 Prozent der Deutschen sehr regelmäßig Sport, und knapp 80 Prozent trinken wenig Alkohol und achten auf eine gesunde Ernährung.

Doch gegen Krebs kann man noch mehr tun – gerade die regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen sind ein maßgeblicher Bestandteil der Vorbeugung. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser kann er geheilt werden, so die DAK. Solange sich noch keine Metastasen gebildet haben seien die Heilungschancen außerordentlich gut.

Obwohl Krebs die am meisten gefürchtete Krankheit ist, wird das Vorsorgeangebot relativ wenig in Anspruch genommen. Rund 80 Prozent der 14- bis 44-Jährigen fürchtet sich davor, wobei die Angst im Alter abnimmt, das Risiko einer Erkrankung aber steigt. So könne sich die abnehmende Angst dadurch erklären, dass die älteren Jahrgänge häufiger zur Vorsorge gehen, argumentiert die DAK. Denn rund 75 Prozent der 45- bis 59-Jährigen und noch immer 70 Prozent der über 60-Jährigen nehmen das Angebot regelmäßig in Anspruch, während es bei den 30- bis 44-Jährigen nur knapp 60 Prozent sind. Besonders auffällig aber ist der Unterschied der Geschlechter – während sich 75 Prozent der Frauen regelmäßig zur Vorsorge begeben, sind es nur 46 Prozent der Männer.

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