Heuschnupfenmittel: Rezeptfrei, doch nicht immer harmlos

Montag, 14. Mai 2012

Rund 20 Prozent der Bundesbürger kämpfen alljährlich mit Heuschnupfen, darunter unzählige Kinder und Jugendliche. Eine Vielzahl rezeptfreier Medikamente sollen helfen, doch rezeptfrei ist keinesfalls gleichbedeutend mit harmlos. So ist es dann auch äußerst empfehlenswert, sich bei der Auswahl des passenden Arzneimittels in der Apotheke beraten zu lassen. Ganz besonders die Eltern kleiner Kinder und Autofahrer sollten eine Beratung in Anspruch nehmen, denn das falsche Mittel kann unter Umständen fatale Auswirkungen haben.

Denn Heuschnupfen ist keinesfalls so harmlos, wie man nach landläufiger Meinung gerne glauben möchte. Behandelt man ihn nicht oder falsch, ist der Weg zum dauerhaften Asthma nicht mehr weit. Ganz typisch für Heuschnupfen sind der Juckreiz in der Nase, tränende Augen und die laufende Nase. Wird der Heuschnupfen chronisch oder ist er gar begleitet von pfeifenden Atemgeräuschen, ist ein dringender Besuch bei Arzt angesagt.

Unter anderem werden gegen Heuschnupfen Medikamente mit dem Wirkstoff Beclometason eingesetzt, der Kortison enthält. Er ist auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und sollte schon rund zwei Wochen vor der erwarteten Pollenzeit angewandt werden. Ist die Nase verstopft, empfiehlt sich die Anwendung eines Nasensprays, das die Nasenschleimhaut zusammenzieht. Die empfohlene Höchstdosis pro Tag sollte allerdings in keinem Fall überschritten werden.

Auch antiallergische Mittel aus der Gruppe der Antihistaminika verhindern allzu heftige allergische Reaktionen. Handelt es sich nur um leichte Beschwerden, dann kann ein lokal anzuwendendes Nasenspray oder Augentropfen das Mittel der Wahl sein. Bei der Einnahme von Tabletten heißt es vor allem für Autofahrer, vorsichtig zu sein damit diese nicht zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit führen. Ganz wichtig ist auch, dass das Medikament das Reaktionsvermögen nicht beeinflusst. Ein Arztbesuch ist aber immer angeraten, wenn sich die allergische Reaktion am ganzen Körper zeigt oder wenn die Beschwerden chronisch werden.

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